Zell im Wiesental Schmiede wurde zum Schmuckstück

Markgräfler Tagblatt, 12.04.2016 00:00 Uhr

Zählt man sämtliche Arbeitstunden zusammen, die von den Helfern des Mambacher Museums „Alte Schmiede“ bislang erbracht wurden, kommt man auf die stattliche Zahl von 8000. Umgerechnet auf den einzelnen Helfer sind dies rund 333 Stunden für jeden. Zell-Mambach (ue). Alleine daran, so der Vorsitzende des Vereins, Rainer Sobiera, bei der Hauptversammlung der Schmiedefreunde, könne man sehen, welche Anstrengungen das ehrgeizige Vorhaben bislang erfordert hat. Allerdings wollte Sobiera auch nicht verhehlen, dass das Limit der Leistungsbereitschaft bei manchem Helfer erreicht war. Dennoch freuten sich die Mitglieder des Vereins über die gute Resonanz am „Tag des offenen Denkmals“ im September 2015. 1200 Besucher, so die Schätzungen der Schmiedefreunde, kamen an diesem Tag, um sich in der erstmals geöffneten „Alten Schmiede“ umzusehen. Das Ganze glich einem Dorffest, an dem neben den Germanen auch die Feuerwehr und die Feuerwehrmusik Mambach tatkräftig mitwirkten. Die alte Dorfschmiede hat sich in ein richtiges Schmuckstück verwandelt. In einer eindrucksvollen Powerpoint-Präsentation zeigte Sobiera die bislang durchgeführten Arbeiten an dem Gebäude. Neben dem Dach mussten auch Teile des alten Gemäuers, die Decke über der Werkstatt und das einstige Lager vollständig erneuert werden. Ebenso hat man in die alten Fenster 200 neue Glasscheiben eingebaut. Nahezu 50 Tonnen an alten Materialien mussten abgebaut und umweltgerecht entsorgt werden. Dank dieser umfangreichen Renovierungsarbeiten ist inzwischen aus der Alten Schmiede ein sicherer und interessanter Ort entstanden. „Nichts scheppert und vibriert mehr, wenn ein schwerer Lkw am Haus vorbeidonnert“, erklärte Claudia Staudenmayer, die Frau von Besitzer Georg Staudenmayer. Die Schwierigkeit bei den Umbauarbeiten bestand darin, Sicherheitsauflagen und Denkmalschutz unter einen Hut zu bekommen. Seit kurzem gibt es zunehmend Anfragen nach Führungen durch die Alte Schmiede, wo zahlreiche Geräte und funktionsfähige Maschinen zu bestaunen sind. Vieles wurde inzwischen aufwändig restauriert. Die Schmiede entwickelt sich auch zu einem begehrten Treffpunkt für besondere Meetings und Veranstaltungen. Inzwischen gebe es auch eine Anfrage eines Gastronomiebetriebes, der die Schmiede für eine Weinprobe nutzen will. Lobende Worte für die Schmiedefreunde fand Ortsvorsteher Klaus Wetzel, der auch die Kassengeschäfte des Vereins führt. 2016 soll wieder am „Tag des offenen Denkmals“ teilgenommen werden. Ferner sollen etliche Maschinen restauriert und ein Holzofen beschafft werden. Zusätzliche Putz- und Malerarbeiten sind im Außenbereich vorgesehen. Einstimmig wiedergewählt wurden neben dem Vorsitzenden Rainer Sobiera Jeanette Lacher als Schriftführerin, die Beisitzer Werner Radfelder und Christian Schelb sowie die Kassenprüfer Dieter Rümmele und Sarah Ruf.

 
 

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