Zell im Wiesental Weiterer Neubau angekündigt

Markgräfler Tagblatt, 17.07.2017 23:00 Uhr

Die Baugenossenschaft Zell (BGZ) steht gut da: Vorstand und Aufsichtsrat präsentierten den 24 anwesenden Genossen stellvertretend für die insgesamt 390 Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag im „Löwen“ ein erfreuliches Zahlenwerk.

Von Hans-Jürgen Hege

Zell. Unterm Strich wies die Bilanz (Bilanzsumme 8,9 Millionen Euro) aus dem Jahresüberschuss von knapp 219 000 Euro und nach Zuführung von 192 000 Euro in die Ergebnisrücklagen einen Gewinn von knapp 27 000 Euro aus, über dessen Verteilung die Mitglieder zu entscheiden hatten. Sie folgten dabei dem Vorschlag des Aufsichtsrats, der empfohlen hatte, eine Dividende von 2,5 Prozent auf die 1619 Anteile mit einem Volumen von 413 000 Euro, also rund 11 000 Euro auszuzahlen und die restlichen 16 000 Euro den Rücklagen zuzuführen.

Aktuelle Zahlen

Aktuell verfügt die BGZ über eine „Bauerneuerungsrücklage“ von 643 000 Euro sowie über „andere Rücklagen“ in Höhe von etwas über 1,6 Millionen Euro, rechnete der für die Finanzen zuständige Thomas Dietsche vor. Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung beliefen sich im Geschäftsjahr auf 1,1 Millionen Euro, die Sollmieten erhöhten sich um knapp 10 000 Euro auf 974 000 Euro. Die Aufwendungen für die Hausbewirtschaftung betrugen bei einem leichten Anstieg des Anteils der Instandhaltungskosten auf 195 000 Euro im Jahr 2016 355 000 Euro. „Zusammen mit den Modernisierungskosten von 361 000 Euro wurden im vergangenen Jahr also insgesamt rund 556 000 Euro (Vorjahr 371 000 Euro) in die Modernisierung des Wohnungsbestandes investiert“, sagte Dietsche.

Bestand

Zum Bestand zählten am Jahresende zehn Ein-, 60 Zwei-, 132 Drei- und 29 Vier-Zimmer Wohnungen, 107 Garagen in Zell (71) und Hausen (36), 36 Stellplätze, eine Geschäftsstelle sowie ein Lager- und Gerätehaus. Dieser Bestand werde 2017 auf 243 Wohnungen erweitert, versprach Vorstandsmitglied Peter Wassmer.

16 Mietverträge wurden gekündigt, 18 neue Mieter „durften wir 2016 begrüßen“, sagte er und war recht zuversichtlich, dass sich der Aufwärtstrend im laufenden Jahr fortsetzen werde. Die Lage für die BGZ habe sich „nochmals verbessert und durchaus etwas normalisiert“. Teilweise unangenehme Maßnahmen (unter anderem wurde die Miete auf 4,75 Euro pro Quadratmeter erhöht) habe man durchführen müssen. Und die, so Wassmer, „werden uns in abgeschwächter Form auch weiterhin begleiten.“ Nach wie vor dringend erforderlich sei es nämlich, die Ertragslage zu erhöhen, um „dringend erforderliche Sanierungen und Instandhaltungen durchführen zu können.“

Neubauprojekte

Stolz ist die BGZ nicht nur auf die fortschreitende Modernisierung des Bestands mit Anschluss an das Nahwärmenetz und – in der Liebeckstraße 29/31 – mit der Installation der dachintegrierten Photovoltaikanlage, sondern auch auf die Realisierung des Neubauprojekts in der Liebeckstraße 5. Zwölf Wohnungen konnten dort bereits bezogen werden. Und: „Nach den Vorstellungen des Aufsichtsrats und des Vorstands wird mittelfristig die Erneuerung des zweiten Gebäudes Liebeckstraße 9/11 in Angriff genommen“, sagte Peter Wassmer und kündigte an: „Im zweiten Bauabschnitt soll ein Gebäude mit vergleichbarer Kubatur und Grundrissen entstehen.“

Wahl

Turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist Karl-Heinz Ruef. Er wurde bei der Versammlung mit großer Mehrheit erneut in dieses Amt gewählt.

 
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