Aitern Aufgaben miteinander in Angriffnehmen

Das neue Ratsmitglied Martin Schelb, der neue Bürgermeister Manfred Knobel, sein Stellvertreter Roland Pfefferle und GVV-Chef Peter Schelshorn.Foto: Hans-Jürgen Hege Foto: Die Oberbadische

Aitern (hjh). Am 1. Oktober hat er seinen Dienst angetreten, jetzt ist er offiziell und den Regeln gerecht vereidigt im Amt: Manfred Knobel ist Bürgermeister der 525-Seelen-Gemeinde Aitern. Roland Pfefferle nahm ihm im Rahmen der ersten Gemeinderatssitzung unter neuer Leitung am Dienstag in der Gemeindehalle den Schwur aufs Wohl der Gemeinde ab.

In gebührend feierlichem Rahmen, mit den Bürgermeistern des Verwaltungsverbandes, dessen Vorsitzendem Peter Schelshorn, Vertretern der Kommunalaufsicht Lörrach, zahlreichen Bürgern und nicht zuletzt mit seinen Amtsvorgängern Richard Renz und Andrea Kiefer, aber ohne Sigrid Böhler, die sich nach der „Wachablösung“ einen verdienten Urlaub gegönnt hatte.

Peter Schelshorn beglückwünschte die Dorfbewohner zu ihrem neuen Bürgermeister. Seiner Ansicht nach liege dem „das Wohl der Gemeinde, aber auch das des Gemeindeverwaltungsverbands am Herzen“. Er hoffe, dass Aitern auch in Zukunft die Entscheidungen der Verbandsgemeinden wie bisher schon mittragen werde, ganz so, wie das zuvor schon Manfred Knobel angekündigt hatte, der sich darüber im Klaren zu sein schien: „Unsere Selbstständigkeit können wir nur in einem starken GVV auf Dauer erhalten.“

Und daran ist der kleinen Gemeinde sehr gelegen. Das hatte auch Roland Pfefferle zu Beginn schon angedeutet: „Der GVV ist eine ganz wichtige Basis unserer Selbstständigkeit, die es nicht nur zu erhalten, sondern stetig weiter zu entwickeln gilt.“ Viele neue Aufgaben würden auf den „politisch nicht unerfahrenen“ Manfred Knobel und seine Ratskollegen warten. „Eine Menge muss abgearbeitet werden, es wird viele Diskussionen geben und wir werden garantiert nicht immer ein er Meinung sein“, kündigte der Bürgermeister-Stellvertreter an, um dann einen fairen Umgang miteinander anzumahnen. „Wir wollen die bevorstehenden Aufgaben miteinander in Angriff nehmen“, sagte Pfefferle. Und um das nicht dem Zufall zu überlassen, untermauerte er den „Glückwunsch der Bevölkerung“ zum neuen Amt mit einem „Motivationskörbli“. 

Knobel dankte der Bevölkerung nicht zuletzt dafür, dass sie zur Wahl gegangen sei. 70 Prozent Wahlbeteiligung seien der Beweis dafür, dass die Menschen im Ort bereit seien, „sich in die Zukunft einzubringen“. Ihm war klar, dass die Realisierung von Projekten wie Rathaussanierung, Wegebau, Wassernetzausbau, Feuerwehrdach oder Ausbau und Modernisierung des Bildungshauses, auf das ganz Aitern zurecht stolz sei, überaus anspruchsvolle Aufgaben seien. „Aber wenn wir mehr miteinander anstatt übereinander reden, können wir große Dinge bewegen“, kündigte Knobel an und kam zum Schluss: „Was wir machen können, werden wir auch tun.“

Und damit das mit einer wieder kompletten Mannschaft am Ratstisch über die Bühne gegen kann, verpflichtete er Martin Schelb ins Gremium. Schelb rückt in den Gemeinderat an die Stelle nach, die wegen der Wahl seines Vorgängers Manfred Knobel zum Bürgermeister zwangsläufig frei geworden war.

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