Aitern Ein großes Danke für 70 Jahre Blasmusik

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Aitern (vw). Es war zweifelsohne ein besonderer Abend für Willi Beckert aus Brandenberg, Musiker mit Leib und Seele. 70 Jahre war er als Musiker und Dirigent aktiv. Dafür wurde er am Freitagabend von seinen drei Musikvereinen, den Trachtenkapellen aus Aitern, Brandenberg und Präg gewürdigt – mit einem Ehrungsfest nur für ihn.

Eine ganz seltene Ehrung führte in diesem Rahmen Holger Gertz, stellvertretender Vorsitzende des alemannischen Musikverbands, durch. Er überreichte Beckert die Ehrennadel in Gold mit Diamant der Bundesvereinigung Deutscher Blasmusikverbände. Viele weitere Ehrungen hatte Beckert in den vielen Jahren Musizieren bereits erhalten. Alle drei Musikvereine hatten Spalier gestanden als Willi Beckert mit seiner Frau Rosemarie völlig unvorbereitet in die Belchenhalle einlief. Denn eingeladen hatte man ihn nur zu einer Ehrung im kleinen Rahmen mit den Musikern der Trachtenkapelle Aitern. Seine Freude über die Überraschung war also sehr groß, als er all seine Weggefährten sah. „Ich dachte, das wird eine etwas größere Musikprobe mit Essen“ sagte er völlig gerührt und den Tränen nah. Die Vereine spielten ihm zu Ehren jeweils einen Konzertteil, bevor dann alle zusammen im Gesamtchor spielten, den Willi Beckert selbst dirigierte.

Bereits seit 1951 war Beckert aktiver Musiker und ab 1957 Dirigent der Trachtenkapelle Brandenberg, später übernahm er gleichzeitig das Dirigat in Präg, woraufhin er wiederum später den Taktstock in Brandenberg abgab.

1992 übernahm er für 15 Jahre den Taktstock in Aitern, und das mit viel Herzblut und Engagement, wie Vorsitzende Manuela Schulz bereits bei seiner Verabschiedung aus den Aktivreihen im Oktober 2021 betonte. Bis 2012 war er als Ausbilder tätig. Ab 2007 blieb er dem Verein als großer Trommler, Pauker und an den Becken erhalten. Als Vereinsmensch habe er Brücken zwischen den jungen und älteren Mitgliedern gebaut, für gute Laune gesorgt und immer wieder gezeigt, wie wichtig ihm die Kameradschaft ist. Von den Musikvereinen gab es viele lustige Anekdoten und große Dankesreden für den engagierten Musiker.

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