Aitern Kommandant will nicht weitermachen

Ehrungen gab es bei der Feuerwehr Aitern: (von links) Markus Wunderle, Jürgen Hummel, Georg Matt, Jürgen Schober, Roland Steinebrunner und Kreisbrandmeister Christoph Glaisner. Foto: zVg Foto: Die Oberbadische

In ihrer Jahreshauptversammlung blickten die 25 aktiven Floriansjünger und die neun Mitglieder der Altersabteilung auf 65 Jahre freiwillige Feuerwehrarbeit in Aitern zurück. Kommandant Markus Wunderle kündigte am Ende der Versammlung an, dass er unter den gegebenen Bedingungen nächstes Jahr nicht zur Wiederwahl bereit sei.

Aitern. Er werde nicht noch einmal die Verantwortung übernehmen, sagte Wunderle in der Zusammenkunft im Gasthaus „Auerhahn“.

Rückblick

Mit nur einem Einsatz war 2019 ein ruhiges Jahr, in dem aber viel Aufwand für die Ertüchtigung des Feuerwehrfahrzeugs nötig war; dessen Fertigstellung wird noch weitere Zeit kosten. Zusätzlich zu den regulären 18 Proben, trainierten acht Kameraden unter Gruppenführer Fabian Matt für die Prüfung zum bronzenen-Leistungsabzeichen. Hierbei müssen die Teilnehmer ihre Effizienz bei einem zeitlich begrenzten Löschangriff unter Beweis stellen. Für diesen Mehraufwand bekamen sie das Abzeichen überreicht, das sie im Sommer in Gersbach erworben hatten.

Hauptsächlich beschäftigten die Wehrmänner die Defizite in der Löschwasserversorgung, über deren Zustand es eine Fortbildung durch die Gemeinde gab. Hierbei wurde festgestellt, dass es noch dringend zu erledigende Punkte gibt. Die Wehrmänner mahnten die Gemeinde zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Pflichten. So gibt es aus Sicht der Wehr auch noch keine erkennbaren Maßnahmen zur Behebung der sicherheitstechnischen Mängel im Bereich der Feuerwehrgarage.

Als absoluten Tiefpunkt musste die Wehr im Herbst über Wochen aus der Alarmordnung herausgenommen werden. Im Ernstfall hätten die benachbarten Feuerwehren mit einem längeren Anfahrtsweg auch zeitkritische Einsätze erledigen müssen. Dies, weil bei Bauarbeiten zur Breitbandverlegung nicht für die Umsetzung der vorhandenen verkehrsrechtlichen Anordnungen gesorgt worden sei.

Ehrungen

Dass es kameradschaftlich stimmt, zeigt der gute Probenbesuch und die Zahl der Geehrten. So konnten Jürgen Hummel für 20 Jahre sowie Roland Steinebrunner und Markus Wunderle für 30 Jahre jeweils ein kleines Geschenk in Empfang nehmen. Kreisbrandmeister Christoph Glaisner überreichte das bronzene Ehrenzeichen für 15 Jahre Feuerwehrdienst an Jürgen Schober und das silberne Ehrenzeichen für 25 Jahre an Georg Matt, bedankte sich für deren Einsatz und hoffte, dass die Kameraden der Wehr noch lange erhalten bleiben.

Kommandant Wunderle konnte Stefan Matt, der die Lehrgänge zum Truppmann und Funker erfolgreich abgeschlossen hat, in den Feuerwehrdienst aufnehmen,

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