Aitern Stadteingang wird „aufgemöbelt“

Das Zollareal an der alten Rheinbrücke soll öffentlich genutzt werden. Foto: Ulf Körbs

Rheinfelden - Was wird aus dem Zollareal an der alten Brücke in Rheinfelden? Dieser Frage soll durch ein Nutzungskonzept einschließlich Raumprogramm nachgegangen werden. Hierzu wird ein Wettbewerb ausgelobt, wie der Bauausschuss während seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschloss.

In der Verwaltungsvorlage heißt es: „Die Rheinbrückstraße mit der ehemaligen ED-Villa und dem Haus Salmegg ist einer der wichtigsten Eingangsbereiche von Rheinfelden.“ Dementsprechend soll jetzt das Zollareal aufgewertet werden. Zwei der drei betroffenen Grundstücke muss die Stadt noch erwerben. Dabei kommt ein besonderer Aspekt zum Tragen: Sie muss eine öffentliche Nutzung gewährleisten, ansonsten würde der Kauf europaweit ausgeschrieben mit den Preisvorstellungen der Zollverwaltung. „Und wie die aussehen, haben wir beim Bahnhof gemerkt“, kommentierte Oberbürgermeister Klaus Eber­hardt.

Erste Ideen

Er skizzierte auch erste Ideen für die Zukunft: Denkbar wäre ein Kulturcafé, wie es auch schon für die ED-Villa einmal angedacht war. Auch ein Zugang zum Rhein soll geschaffen werden. Konkretere Vorstellungen sollen jetzt durch einen Wettbewerb gefunden werden.

Wettbewerb

Zugleich soll sich das Konzept in die Ergebnisse des Wettbewerbs, der aber das Areal nur im „Ideenteil“ unfasste, aus dem Jahr 2011 einfügen, der damals von dem Büro Lohrer/Hochrhein gewonnen wurde. Es hat dadurch einen Anspruch auf Weiterbeauftragung erworben. Für den Wettbewerb werden noch drei bis vier weitere Büros mit der Kombination Architektur/Landschaftsarchitektur, darunter ein regionales, eingeschaltet. Hinzugezogen werden soll zudem ein Fachberater aus der Gastronomie oder ein Gastronom mit Erfahrung in der Projektentwicklung. Die Betreuung des Wettbewerbs wird Isolde Brinz von der Stadtbau Lörrach übernehmen. Sie hatte auch schon die Federführung bei der Ausschreibung für die Rheinbrückstraße.

Die Kosten für dieses wurden mit insgesamt 65 000 Euro beziffert. Sie sind aber mit einem Anteil von 60 Prozent förderfähig.

Reaktionen

Auf die Frage von Stadträtin Karin Paulsen-Zenke (SPD) nach dem Zeithorizont hieß es vom Oberbürgermeister: „Wir müssen gar nichts.“ Allerdings muss der Zoll weiterhin ein Quartier haben, da der Grenzübergang bestehen bleibt. Nicht nur die Sozialdemokratin zeigte positive Reaktionen, sondern auch die anderen Sprecher in der Fraktionsrunde. So befand Dieter Meier (CDU): „Wir tun gut daran, Flächen zu schaffen, wo sich Rheinfelder – deutsche wie schweizerische – aufhalten und sich begegnen können.“ Und zwar „so schnell wie möglich“, wie Ralf Glück von den Freien Wählern ergänzte.

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