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Bei einem früheren Informationstag über medizinische Versorgung und Krankenpflege im Kreiskrankenhaus Schopfheim wurde das gesamte Berufsfeld der Pflege vorgestellt.Foto: Peter Ade Foto: Die Oberbadische

Kreis Lörrach (pad). Vor einem Jahr hat die Bundesregierung das Herzstück der Reform der Pflegeberufe auf den Weg gebracht: die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung. Sie regelt Einzelheiten zur Ausbildungsstruktur, zu Ausbildungsinhalten, zur Prüfung und zur hochschulischen Pflegeausbildung.

Mindestanforderungen

Sie legt überdies Mindestanforderungen fest für die Pflegeausbildung und eine nach zwei Jahren stattfindende Zwischenprüfung.

Praktiziert wird nunmehr eine dreijährige Ausbildung von mindestens 4600 Stunden zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann – so die neuen Berufsbezeichnungen. 2100 Stunden sollen auf theoretischen und praktischen Unterricht entfallen, 2500 Stunden auf die praktische Ausbildung.

Detailliert formuliert sind auch Ziele, welche die Azubis im Rahmen der Zwischenprüfung nach zwei Jahren nachweisen sollen. Ausdrücklich heißt es: Die zu erwerbenden Kompetenzen sollen über die der bisher getrennt geregelten Ausbildungen in der (Kinder-) Kranken- und Altenpflege hinausgehen und den Aufbau einer umfassenden Handlungskompetenz verfolgen.

Zugleich hält die Verordnung fest, es sei sicherzustellen, „dass das Niveau der Pflegeausbildung mit dem Niveau des Schulabschlusses korrespondiert, der den Zugang zur Ausbildung eröffnet.“

Große Kliniken sind wichtige Ausbildungsorte in der Gesundheits- und Krankenpflege, so auch die Kliniken des Landkreises Lörrach mit den Kreiskrankenhäusern Lörrach, Rheinfelden und Schopfheim.

Die Berufsfachschule für Pflegeberufe bietet an den drei Standorten Lörrach, Rheinfelden, Schopfheim und am St. Elisabethenkrankenhaus folgende Ausbildungen an: Gesundheits- und Krankenpfleger/-in (dreijährig), Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in (dreijährig) sowie Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/-in (einjährig).

Abwechslungsreiche Arbeit

Interessante Aufgaben und Anforderungen warten darauf, mit Freude, Engagement und Geduld bewältigt zu werden: Die abwechslungsreiche Arbeit der Pflegefachfrau und des Pflegefachmanns erfordert eigenständiges Denken und Handeln. Kontakt mit gesunden und kranken Menschen in unterschiedlichen Altersstufen und in verschiedenen Lebenssituationen wird ermöglicht.

Im Hinblick auf die zukünftigen Arbeitsfelder ist hohe Flexibilität gegeben. Die Schulleitung verspricht: „Wir bereiten Sie sorgfältig auf die hohen Anforderungen Ihrer künftigen Berufstätigkeit vor und stehen Ihnen stets sach- und fachkundig und zuverlässig zur Seite.“

Die Ausbildung in integrierter Form besteht aus einer gemeinsamen Grundausbildung für beide Berufsbilder in den ersten zwei Ausbildungsjahren. Im dritten Ausbildungsjahr findet die Differenzierung in die Ausbildungszweige Gesundheits- und Krankenpflege einerseits sowie in die Gesundheits- und Kinderkrankenpflege andererseits statt.

Übrigens: Feuerwehrleute stehen in der Beliebtheitsskala der Berufe ganz oben. Dicht gefolgt werden sie von den Fachkräften der Kranken- und Altenpflege. Doch wie in vielen Bereichen macht sich auch in der Pflege der demografische Wandel bemerkbar: Es mangelt an Fachkräften.

Vielfältige Schwerpunkte

Landrätin Marion Dammann bezeichnet die Fachausbildung in der Altenpflege als „zukunftssichere Berufswahl mit anspruchsvollen Karrieremöglichkeiten und interessanten Optionen für Neu- und Wiedereinsteiger“.

Pflegefachkräfte arbeiten in fachspezialisierten Zentren und Abteilungen mit vielfältigen Schwerpunkten. Die Arbeit in berufsgruppenübergreifenden Teams, professionelle Pflegeintervention, Hightechmedizin und die kontinuierliche Weiterentwicklung der EDV gestützten Dokumentation stellen eine besondere Herausforderung dar.

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