Anzeige Senioren heute

Checkliste Pflege
So planen Betroffene und Angehörige richtig

(djd). Das Thema Pflege ist ein Bereich, in dem man gut vorsorgen kann - eigentlich. Doch die meisten beschäftigen sich erst damit, wenn jemand aus der Familie pflegebedürftig wird. Dabei kann man einige Dinge bereits im Vorfeld klären. „Viele wissen gar nicht, dass eine kostenlose Beratung jederzeit möglich ist“, sagt Maren Soehring von der IKK classic. „Es ist wirklich sinnvoll, sich in Ruhe und ohne Zeitdruck über die unterschiedlichen Aspekte zu informieren.“ Auf diese Punkte kommt es an:

1. Überblick verschaffen: Wäre die Pflege zu Hause denkbar? Dafür spricht, dass Betroffene in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können. Infrage kommt die Pflege durch Angehörige, durch einen Pflegedienst oder auch ein Pflegearrangement mit Einzelkräften. Alle drei Formen werden von der Pflegekasse durch Pflegegeld oder monatliche Pflegesachleistungen unterstützt. „Ist die Pflege zu Hause nicht möglich, kann eine Wohngruppe eine Alternative zur vollstationären Pflege sein“, weiß Maren Soehring. Der Vorteil einer Wohngruppe ist, dass Bewohner dort Leistungen zusammen in Anspruch nehmen können und dadurch Geld sparen.

2. Infos zum Pflegegrad: Wird akut Pflege benötigt, übernimmt der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) die Einstufung des Pflegegrades und ermittelt, wie hoch der Pflegebedarf ist. Bis Ende September geschieht diese Einschätzung allerdings nicht während eines persönlichen Besuchs im häuslichen Umfeld, sondern - bedingt durch Corona - anhand von Telefoninterviews oder auch nach Aktenlage.

3. Den finanziellen Spielraum kennen: Über die Pflegekasse wird das monatliche Pflegegeld ausgezahlt. Es liegt zwischen 316 (Grad 2) und 901 Euro (Grad 5). Meist geben es die Pflegebedürftigen an die nicht erwerbsmäßigen Pflegenden weiter. Es wird auch dann ausgezahlt, wenn man in Eigenregie eine Pflegekraft beschäftigt. Entscheidet man sich für einen Pflegedienst, beteiligt sich die Pflegekasse über sogenannte Pflegesachleistungen (bis zu 689 Euro beziehungsweise bis 1995 Euro).

4. Durchblick im Pflege-Dschungel: Auch hier hilft die Krankenkasse weiter. „Etwa durch Listen über Leistungen und Vergütungen der zugelassenen Pflegeeinrichtungen in der Region“, erklärt Expertin Maren Soehring. Die Plattform pflegelotse.de nennt darüber hinaus Anbieter von Pflegeleistungen in der Nähe und gibt in Form von Schulnoten Auskunft über deren Qualität.

5. Hilfe für Angehörige: ob ein kostenloser Kurs zu häuslicher Pflege, Infos zur Freistellung vom Beruf oder Kontakt zu anderen pflegenden Angehörigen - hierzu kann man sich ebenfalls im Vorfeld schlaumachen. Viele Informationen und weiterführende Links finden Interessierte unter www.ikk-classic.de/checkliste-pflege.

Auch im Alter mobil bleiben
Mit dem Elektrofahrzeug unterwegs

lps/Aw. Mobilität ist ein wesentlicher Faktor für Zufriedenheit im Alter. Freunde zu besuchen, tägliche Verrichtungen wie der Einkauf und andere Besorgungen möchte man gerne unabhängig und selbstständig durchführen. Ist man in der Bewegung eingeschränkt, bieten sich Elektromobile an. Beratung ist hierbei insbesondere in zweierlei Hinsicht unerlässlich: Zum einen gilt es, sich umfassend über die einzelnen am Markt befindlichen Modelle und deren Leistungsfähigkeit zu informieren. An dieser Stelle kann man sich als potenzieller Käufer ein Bild davon machen, welche Modelle im individuellen Fall infrage kommen. Zum anderen darf nicht vergessen werden, dass eine Beratung auch hinsichtlich der Bedienung, der Pflege und hinsichtlich des alltäglichen Umgangs mit dem Hilfsmittel unerlässlich ist. Bevor man sich für ein bestimmtes Modell entscheidet, sollte man in Erfahrung gebracht haben, ob es insbesondere den eigenen Anforderungen auch in Sachen Komfort, Handhabbarkeit und Vielseitigkeit Stand halten kann. Dabei empfiehlt es sich, frühzeitig eine Vertrauensperson mit einzubeziehen, weil die Wartung und Pflege des Fahrzeugs oft einem Dritten überlassen werden muss. Es ist durchaus möglich, dass die Kosten, die für ein Elektromobil anfallen, von einem Kostenträger gänzlich oder zumindest teilweise übernommen werden. Darum sollte man sich in jedem Fall vor einem Kauf informieren, im individuellen Fall eine solche Möglichkeit zur Kostenübernahme besteht. Eine Probefahrt mit den favorisierten Modellen ist unverzichtbar.

Am 14. März 2021 ist Landtagswahl in BW. Mehr wissen. Klug wählen. Gleich HIER anfordern.

  • Bewertung
    0

Umfrage

Mund-Nasen-Bedeckung

Die Bund- und Länderchefs haben am Mittwoch einen Stufenplan mit Öffnungsperspektive für Einzelhandel, Gastronomie und Kultur beschlossen, der regelt wann und wo weitere Schritte raus aus dem Lockdown möglich sind. Wie beurteilen Sie das neue Regelwerk?

Ergebnis anzeigen
loading