ATP Finals Federer verliert zum Auftakt - Djokovic souverän

London - Rekord-Champion Roger Federer hat sein Auftaktmatch bei den ATP Finals verloren und steht damit im Duell der Verlierer am Dienstag schon gewaltig unter Druck.

"Jetzt ist es wie bei einem normalen Turnier, du darfst dir keine Niederlage leisten", sagte Federer, als er nur wenige Minuten nach der 5:7, 5:7-Niederlage gegen den Österreicher Dominic Thiem zur Pressekonferenz erschien. "Ich bin froh, dass ich jetzt noch eine Chance bekomme", betonte der sechsmalige Turniersieger.

Am Dienstag trifft der 38 Jahre alte Schweizer auf den Italiener Matteo Berrettini. Der Debütant beim Saisonfinale der besten acht Tennisprofis des Jahres hatte am Nachmittag gegen den Vorjahresfinalisten Novak Djokovic beim 2:6, 1:6 keine Chance. Thiem bekommt es mit dem Weltranglisten-Zweiten Djokovic zu tun.

"Es ist immer etwas Besonderes, gegen Roger zu gewinnen. Es war ein gutes und enges Match", sagte der 26 Jahre alte Österreicher, der nun fünf von sieben Vergleichen mit Federer für sich entschieden hat und den dritten Sieg gegen den Schweizer in diesem Jahr feierte.

Einen Tag vor dem ersten Auftritt von Titelverteidiger Alexander Zverev boten Federer und Thiem ein höchst unterhaltsames Spektakel in der stimmungsvoll ausgeleuchteten Halle. Der Schweizer startete denkbar schlecht und gab gleich im ersten Spiel sein Aufschlagspiel ab. Zum 2:2 gelang ihm zwar ein Break, doch beim Stand von 5:5 nahm Thiem seinem Gegenüber wieder das Service ab und entschied nach 43 Minuten den ersten Satz für sich. Im zweiten Durchgang bekamen die Zuschauer mehr und mehr spektakuläre Ballwechsel zu sehen. Thiem holte das Break zum 6:5 und ließ sich die Chance nicht mehr entgehen.

Zverev bekommt es am Montagabend (21.00 Uhr/Sky) mit dem Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal zu tun. Eröffnet wird der zweite Turniertag vom deutschen Doppel Kevin Krawietz/Andreas Mies. Die French-Open-Sieger treffen auf die rumänisch-niederländische Kombination Horia Tecau/Jean-Julien Rojer. Anschließend stehen sich in Zverevs Gruppe "Andre Agassi" die Turnier-Debütanten Stefanos Tsitsipas (Griechenland) und Daniil Medwedew (Russland) gegenüber.

Zuvor hatte sich Djokovic in nur 63 Minuten gegen Berrettini durchgesetzt. Mit seinem 36. Sieg bei den ATP Finals zog Djokovic mit seinem Ex-Coach Boris Becker gleich. Djokovic hat die ATP Finals bereits fünfmal gewonnen und würde mit einem weiteren Titel mit Federer gleichziehen.

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