Auggen Die wenigen Grünbereiche erhalten

Die Gasse „In der Höll“ ist für zusätzlichen Verkehr zu schmal, finden Verwaltung und Gemeinderat.Foto: Alexander Anlicker Foto: Weiler Zeitung

Mit der Aufstellung von Bebauungsplänen verfolgen die Gemeinden in der Regel das Ziel, Bauvorhaben zu ermöglichen. Im Winzerdorf Auggen geht es mit der Aufstellung des Bebauungsplans „In der Höll“ nun darum, eine Grünfläche zu sichern und den Verkehr zu begrenzen.

Von Alexander Anlicker

Auggen. Der Auggener Gemeinderat hat am Dienstag einstimmig den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „In der Höll“ gefasst und anschließend eine Bauvoranfrage abgelehnt beziehungsweise für zwölf Monat zurückgestellt.

Anlass für die Aufstellung des Bebauungsplans war die Bauvoranfrage eines Kaufinteressenten für das Anwesen Ellengurt 3 mit dem Ziel, in der an das Wohnhaus grenzenden Scheune mehrere Wohnungen einzurichten. Da die erforderlichen acht Stellplätze nicht auf dem Grundstück untergebracht werden können, sollten diese auf einem benachbarten Grundstück errichtet werden, das bislang als Hausgarten genutzt werde. Die Zufahrt zu den Stellplätzen soll über die enge Gasse „In der Höll“ erfolgen.

Die Gemeinde Auggen sieht die Gefahr, dass durch die Stellplätze der Verkehr in die enge Gasse gezogen wird und eine Überlastung dieser Erschließungsstraße droht, erläuterte Bauamtsleiter Michael Simon. Der zusätzliche An- und Abfahrtsverkehr mit dem damit verbundenen Lärm würde die bisher vorhandene Wohnruhe der Bestandsgebäude beeinträchtigen.

Der Bauamtsleiter verwies zudem darauf, dass die Grundstücke im Ortskern, insbesondere im Bereich „Ellengurt“ und „In der Höll“, überdurchschnittlich dicht bebaut und versiegelt sind. Die Gemeinde halte es daher für geboten, die wenigen vorhanden Grünbereiche zu erhalten. Simon begründete dies zum einen mit gesunden Wohnverhältnissen und zum anderen mit dem Mikroklima.

Die Gemeinde will mit der Aufstellung des Bebauungsplans die wenigen noch unversiegelten Gartengrundstücke in diesem Gebiet erhalten, erläuterte Simon die städtebauliche Zielsetzung. Diese sollen als private Grünflächen festgesetzt werden, die bebauten Grundstücke sollen aufgrund der vorhandenen landwirtschaftlichen Nutzungen als Dorfgebiet festgelegt werden.

„Nachverdichtung im Ortskern ist sinnvoll, aber nicht überall“, ergänzte Bürgermeister Fritz Deutschmann.

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