Auggen Gesunde Mischung bei Gewerbebetrieben

Im mittelfristigen Finanzplan ist die Erweiterung beziehungsweise ein Neubau der Brunwart-von-Augheim-Grundschule vorgesehen. Foto: Alexander Anlicker Foto: Weiler Zeitung

Auggen (anl). Der Auggener Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Haushaltsplan 2021 und die Finanzplanung 2022 beschlossen. Rechnungsamtsleiter Steffen Fante erläuterte das umfangreiche Zahlenwerk und zog zunächst eine Bilanz über das abgelaufene Jahr.

„2020 war trotz Corona ein gutes Jahr“, stellte Fante fest. Die Gewerbesteuer habe sogar erstmals die Marke von einer Million Euro geknackt, veranschlagt waren rund 800 000 Euro. Dies liege unter anderem an der gesunden Mischung der Gewerbebetriebe im Ort, meinte der Rechnungsamtsleiter. Auch habe die Gemeinde versucht zu sparen, wo es geht, so dass man insgesamt mit einem blauen Auge davonkomme.

Das Jahr 2021 sehe aber nicht rosig aus, sagte der Rechnungsamtsleiter. Das Ziel, einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt zu erreichen, werde schwierig sein. Der Haushaltplan sieht beim Ergebnishaushalt dann auch ein Minus von rund 679 000 Euro vor.

Auf der Ertragsseite plant die Gemeinde unter anderem mit einem Einkommenssteueranteil von mehr als 1,6 Millionen Euro, Gewerbesteuereinnahmen von 900 000 Euro sowie knapp 500 000 Euro bei der Grundsteuer A und B. Hinzu kommen Schlüsselzuweisungen von 1,1 Millionen Euro. Insgesamt schließt der Ergebnishaushalt mit Erträgen von 4,4 Millionen Euro. Dem stehen auf der Aufwandsseite mehr als 2,2 Millionen Euro an Kreisumlage (1,3 Millionen Euro), FAG-Umlage (837 800 Euro) sowie Gewerbesteuerumlage (85 100 Euro) gegenüber. Ein großer Brocken sind die Personalaufwendungen in Höhe von 1,1 Millionen Euro.

Im Haushaltsplan 2021 stehen nur wenige große Investitionen. Dazu zählen die Brandschutztreppe an der Schule mit 25 000 Euro, die Anbindung des Kleinmattwegs mit 100 000 Euro, das Toilettenhäuschen auf dem Friedhof mit 60 000 Euro der Rebweg Hach mit 25 000 Euro sowie die Restarbeiten am Kindergarten, die mit 460 000 Euro zu Buche schlagen. Hinzu kommen die Planungskosten für die Erweiterung beziehungsweise den Neubau der Schule. Für letzteren sind im Finanzplan ab 2022 rund drei Millionen Euro vorgesehen.

„Die fetten Jahre sind vorbei“, fasste Fante die aktuelle Situation zusammen. Es werde in den nächsten Jahren schwierig werden, die Aufgaben zu erfüllen. Es sei richtig gewesen, bereits im vergangenen Jahr die Erhöhung der Hebesätze anzupacken.

Gemeinderat Peter Danzeisen bedankte sich für die Ratskollegen bei Fante für die Arbeit beim Erstellen des umfangreichen Zahlenwerks.

Das Gremium stimmte der Haushaltssatzung zu, ebenso auch in den folgenden Tagesordnungspunkten bei den Wirtschaftsplänen der Eigenbetriebe Wasser und Abwasser. Dort sind aufgrund der Erneuerung der Leitungskreuzungen im Zusammenhang mit dem Ausbau der Rheintalbahn Kreditaufnahmen in Höhe von einer Million Euro (Wasserversorgung) beziehungsweise 3,3 Millionen Euro (Abwasser) vorgesehen. Beim Abwasser ist zudem auch der Umbau des Versickerungsbeckens auf der Westseite der Bahntrasse enthalten.

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