Auggen Hotelbrand und Zugunglück

Der stellvertretende Kommandant Oliver Kopfmann (r.) gratuliert dem Kommandanten Dominik Kittler zur Wiederwahl..Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Die Zahl der Einsätze hat sich im Corona-Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr halbiert, bilanzierte Feuerwehrkommandant Dominik Kittler bei der ersten digitalen Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Auggen. Besonders bemerkenswert waren der Brand des leer stehenden Hotels Lettenbuck im Jahr 2019 sowie das Zugunglück im April 2020, berichtete Schriftführer Moritz Köbke. Bei den Wahlen wurde Kittler in einstimmig wiedergewählt.

Auggen. Feuerwehrkommandant Dominik Kittler und Bürgermeister Fritz Deutschmann begrüßten am Samstagabend über das Videokonferenztool Zoom knapp 30 aktive Feuerwehrleute sowie die Gemeinderätin Leila Rüdlin und den stellvertretenden Kreisbrandmeister Andreas Grozinger.

Schriftführer Moritz Köbke ließ die Aktivitäten der Einsatz- und Ehrenabteilung der vergangenen beiden Jahre Revue passieren. Bemerkenswert waren der Brand des leer stehenden Hotels Lettenbuck 2019 und das Zugunglück im April 2020, welches die Feuerwehren und weitere Hilfsorganisationen im ganzen Umkreis über mehrere Tage intensiv beschäftigte, berichtete Köbke. Melike Geradin, Jugendsprecherin der Jugendfeuerwehr, berichtete von den Aktivitäten der Jugendfeuerwehr, die im Jahr 2019 am Kreiszeltlager und am Sternmarsch in Freiburg teilgenommen hat.

Kittler ging in seinem Bericht unter anderem auf die Einsatzahlen ein. Auf das einsatzreiche Jahr 2019 mit 40 Einsätzen folgte ein Jahr mit nur 20 Einsätzen. Dies sei unter anderem auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. Während sich im Jahr 2019 29 von 40 Einsätzen nachts, zwischen 17 und 7 Uhr, zutrugen, war das Verhältnis 2020 ausgeglichen mit je zehn Einsätzen bei Tag und Nacht.

Im Jahr 2019 wurde das Gerätehaus von den Wehrleuten in Eigenleistung umgebaut, um den ebenfalls durch die Wehr konzipierten Gerätewagen Logistik darin unterzubringen. Die Anschaffung des Gerätewagens habe sich bewährt, die modulare Bestückung entlaste die Wehr sehr, berichtete Kittler. Er bedankte sich bei den Feuerwehrkameraden, welche durch große Eigeninitiative die Beschaffung und den Umbau erst möglich gemacht haben, sowie der Gemeinde für die Unterstützung bei der Beschaffung des Fahrzeugs. Ebenso bedankte er sich mit Blick auf die Großeinsätze der vergangenen beiden Jahre bei den Kameraden der unterstützenden Einheiten aus den Feuerwehren Müllheim und Neuenburg.

Beförderungen und Ehrungen

Nach den Berichten wurden durch Dominik Kittler und Andreas Grozinger die Urkunden der beförderten Kameraden vorgelesen. Die Beförderung selbst fand einen Tag nach der Versammlung persönlich unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen statt.

Can Geradin und Lisa Grimm wurden von der Jugendabteilung in die Einsatzabteilung aufgenommen und zum/zur Feuerwehrmann/-frau auf Probe ernannt. Julian Schütte, Lukas Wagner und Moritz Köbke wurden zum Oberfeuerwehrmann sowie Florian Mast zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Peter Wenger wurde durch den stellvertretenden Kreisbrandmeister zum Brandmeister ernannt.

Philip Kiefer erhielt für 15 Jahre aktiven Feuerwehrdienst das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze, Oliver Kopfmann und Patrick Barthelmes erhielten für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst das Ehrenzeichen in Silber.

Turnusgemäße Wahl des Feuerwehrkommandanten

Das Amt des Kommandanten stand turnusgemäß zur Wahl. Der amtierende Kommandant Dominik Kittler stellte sich der Wiederwahl und wurde einstimmig gewählt. Bereits im Vorfeld wurde Kassierer Philip Kiefer in der jüngsten Sitzung des Feuerwehrausschusses wiedergewählt.

Die beiden bisherigen Kassenprüfer Kurt Keler und Fritz Bronner stellten sich nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung. Kommandant Kittler und Bürgermeister Deutschmann dankten den beiden für ihr Engagement in den vergangenen Jahren. Durch den Ausschuss wurden Friedrich Krumm und Günter Kiefer als Kassenprüfer vorgeschlagen und in der Generalversammlung durch die Versammlung bestellt.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Andreas Grozinger dankte in seinem Grußwort den Kameraden der Feuerwehr Auggen für ihr großes Engagement und die hervorragende Arbeit. Bürgermeister Deutschmann, dessen Amtszeit in diesem Jahr endet, bedankte sich für die geleisteten Dienste und Einsätze sowie die stets gute Zusammenarbeit.

Ausblick

Erklärtes Ziel ist es, den Ausbildungsbetrieb schrittweise wieder aufzunehmen, sofern es das Infektionsgeschehen zulässt, betonte Kommandant Kittler. In diesem Jahr soll zudem der bisherige Umkleidebereich um eine separate Damenumkleide erweitert werden, ehe dann in den nächsten Jahren die Erweiterung des Gerätehauses folgt. Auch dies wird in Eigenleistung erfolgen.

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