Auggen Im Auggener Wald werden weniger Bäume gefällt

Im Auggener Wald stehen dieses Jahr deutlich weniger Einschläge an. Foto: Beatrice Ehrlich

Nach einer höheren Holzernte im vergangenen Jahr, bedingt durch Hitze und Trockenheit, hält sich Auggen im aktuellen Forstwirtschaftsjahr mit Fällungen deutlich zurück. In der Gemeinderatssitzung am Dienstag informierte Revierförsterin Christine Weinig über den aktuellen Stand im Auggener Steinacker-Wald.

Von Beatrice Ehrlich

Auggen. Große Hitze und lange Trockenheit hatten im vergangenen Jahr dazu geführt, dass deutlich mehr Holz eingeschlagen werden musste als vorgesehen, insgesamt 976 Festmeter. Den Nadelbäumen hatte der Borkenkäfer zugesetzt, an der Verbindungsstraße Auggen-Feldberg mussten vom Eschentriebsterben befallene Eschen entnommen werden und auch bei den Buchen fiel mehr Holz an als geplant. Ein außerplanmäßiges oder auch zufälliges Ergebnis nennt man in der Forstwirtschaft eine solche von äußeren Faktoren beeinflusste Entwicklung, die sich in einem Gesamtergebnis von 41 500 Euro niederschlägt, so Weinig.

Auch in diesem Jahr sind zwar Einschläge geplant, aber in deutlich geringerem Maß: So sollen im Nadelholzbestand weitere vom Borkenkäfer befallene Fichten entnommen und der Bestand nach und nach zu einem Laubmischwald umgebaut werden, etwa durch die Pflanzung junger Eichen. Junge Bestände werden gepflegt und ausgelichtet, um den verbleibenden Bäumen bessere Wachstumsmöglichkeiten zu verschaffen. An der bereits bestehenden Schirmschlagfläche im Bereich des Rundwegs sollen darüber hinaus einzelne Eichen gefällt und verkauft werden, allerdings in sehr geringem Maß, ohne die Schirmschlagfläche zu vergrößern.

Geringe Erträge

Der Gesamteinschlag 2021 wird damit unter dem aus dem Zehn-Jahres-Plan ermittelten Jahresschnitt von 749 Festmetern liegen. Entsprechend bescheiden nimmt sich das für 2021 geplante Ergebnis von 3600 Euro aus. Mit den Waldarbeiten werde man in der kommenden Woche beginnen, kündigte Försterin Weinig an.

Dem Einwand von Barbara Schroeren-Boersch (Grün-Rote Liste), ob man nicht die Fällung von Bäumen für den Verkauf komplett einstellen könnte, entgegnete die Försterin, dass insbesondere die seltenen Baumarten Gefahr liefen, von anderen Baumarten überwachsen zu werden, wenn man in die Waldentwicklung nicht pflegend eingreife. Bürgermeister Ulli Waldkirch ergänzte, durch den Verkauf einer gewissen Zahl von Baumstämmen bleibe die Gemeinde nicht auf den Kosten für die Bestandspflege und Verjüngungsmaßnahmen sitzen. Das Ziel sei für ihn in diesem Jahr die „Schwarze Null“. Bei einer Enthaltung stimmte der Rat dem Forstwirtschaftsplan 2021 zu. Eine Waldbegehung mit Baumpflanzaktion soll am 26. November stattfinden.

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