Auggen In der Not ein echter „Glücksfall“

Stellten den neuen Jahresband von „Das Markgräflerland“ vor: Günther Klugermann (vorne v.l.) als Autor des diesjährigen Schwerpunktthemas, Museumsleiter Jan Merk, Geschichtsvereinsvorsitzender Hubert Bernnat und der Müllheimer Beigeordnete Günter Danksin. Dahinter stehen die Autoren (v.l.) Werner Vökt, Ulrich Tromm und Winfried Zwernemann. Foto: Alexander Anlicker Foto: Weiler Zeitung

Die Chronik des Auggener Pfarrers Jeremias Gmelin aus dem 17. Jahrhundert ist das Schwerpunktthema des Jahresbands „Das Markgräflerland“. Der Vorsitzende des Markgräfler Geschichtsvereins, Hubert Bernnat, stellte das knapp 300 starke Seiten Druckwerk in Müllheim im Markgräfler Museum vor.

Von Alexander Anlicker

Auggen/Müllheim. Der Müllheimer Beigeordnete Günter Danksin und Museumsleiter Jan Merk hießen Bernnat sowie eine einige Autoren im Museum willkommen. Danksin verwies auf die neue Sonderausstellung „Müllheim unter der Tricolore“, die sich mit der Nachkriegszeit den lange vernachlässigten Themen der „Displaced Persons“ und dem Polenfeld auf dem Friedhof befasst. Diese würden sicher auch Eingang in den nächsten Jahresband finden.

Die Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr auch die Arbeit des Markgräfler Geschichtsvereins beeinflusst, berichtete Bernnat. Das ursprünglich vorgesehene Schwerpunktthema über die Transformation der ehemaligen Industrieareale im Markgräflerland musste ins Jahr 2022 verschoben werden. „Die Archive waren lange Zeit wegen Corona geschlossen“, erklärte Bernnat. Notwendige Recherchen seien daher nicht möglich gewesen.

Als Glücksfall bezeichnete es Bernnat, dass Günther Klugermann die Auggener Chronik von Pfarrer Jeremias Gmelin aufgearbeitet hat. So besteht das Schwerpunktthema in diesem Jahr aus zwei Aufsätzen, einer Einführung in die Auggener Geschichte und der erstmals im Original veröffentlichten Gmelin-Chronik der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Die zweite Hälfte des Jahresbands beschäftigt sich mit Markgräfler Themen. Bernnat freute sich über den nicht versiegenden Fluss an Beiträgen an den Verein, sodass bereits der nächste Jahresband gesichert sei.

Das Spektrum ist vielfältig und beginnt mit „keltischen Flussfunden im Altrhein“ über die „Herren von Rötteln als Kreuzfahrer“ oder Markgräfler Söldner im Dienst des Königreichs Sardinien.

Im dritten Teil ziehen sowohl das Dreilländermuseum als auch das Markgräfler Museum Bilanz. So widmet sich ein Beitrag von Museumsleiter Merk in einem Beitrag unter anderem der Corona-Sammlung im Markgräfler Museum und dem Gebäudejubiläum „200 Jahre Blankenhorn-Palais“.

Jahrestagung

Angesichts des Schwerpunktthemas Auggen findet die Jahrestagung des Markgräfler Geschichtsvereins am Sonntag, 19. September, von 15 bis 18 Uhr in der Auggener Sonnberghalle statt. Im Rahmen der Jahrestagung wird eine Führung durch Auggen angeboten. Um Anmeldung bei Hubert Bernnat, Tel. 07621/88847 oder E-Mail Hubert.Bernnat@t-online.de wird gebeten.

Der Band 2010 von „Das Markgräflerland“ wird vom Geschichtsverein Markgräflerland herausgegeben und ist beim Uehlin Druck- und Medienhaus in Schopfheim erschienen.

Das Buch (ISBN 978-3-932738-83-8) ist für 19,80 Euro im Buchhandel sowie im Markgräfler Museum in Müllheim und im Dreiländermuseum Lörrach erhältlich.

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