Auggen Leitungen unterqueren die Bahn

Die künftige Trasse für den Nahverkehr ist bereits sichtbar. Dort wo sich die Gleise jetzt befinden soll die Trasse für die ICE- und Güterzüge zum liegen kommen.Foto: Alexander Anlicker Foto: Weiler Zeitung

Der Ausbau der Rheintalbahn im Bereich Auggen schreitet voran. Jetzt müssen bestehende Leitungskreuzungen umgebaut und verlängert werden. Der Haken daran: Die Bahn ist Verursacher, die Gemeinde Auggen beziehungsweise die Bürger müssen dies über Wasser- und Abwassergebühren finanzieren.

Von Alexander Anlicker

Auggen. Eine Trink- und eine Brauchwasserleitung sowie zwei Abwasserkanäle der Gemeinde Auggen unterqueren die Rheintalbahn. Alle Kreuzungsbauwerke sind im Zuge des viergleisigen Ausbaus der Bahnstrecke umzubauen und zu verlängern.

Die Baumaßnahme schlägt mit mehr als 4,1 Millionen Euro zu Buche, davon bleiben rund 3,2 Millionen Euro an der Gemeinde Auggen hängen.

„Es ist Wahnsinn, dass die Bahn die Sache verursacht, und die Gemeinde zahlen muss. Das ist echt bitter“, stellt Gemeinderat Peter Danzeisen fest. Die Kosten werden über eine Kreditaufnahme der Eigenbetriebe Wasser und Abwasser finanziert und werden in den nächsten 30 Jahren über die Wasser- beziehungsweise Abwassergebühren refinanziert.

Bei zwei Bauwerken aus den Jahren 1930 und 1956 gibt es keine vertragliche Vereinbarung und die Bahn muss sich an den Kosten beteiligen. Bei den später gebauten Leitungsquerungen aus den 1970er- und 1990er-Jahren muss die Gemeinde die Kosten selbst tragen. An den Kosten beteiligen sich auch die Firmen Energiedienst und Vodafone, welche die neuen Kreuzungsbauwerke für Strom- beziehungsweise Breitbandleistungen künftig mit nutzen.

Planer Adolf Himmelsbach vom Büro Himmelsbach und Scheurer stellte dem Gemeinderat die Planungen vor.

Ein Problem sei die geringe Überdeckungstiefe der vorhandenen Leitungen. Der Abstand von der Oberkante des Rohres bis zur Bahnschwelle muss den doppelten Durchmesser betragen. Ein Abwasserkanal mit 1,50 Meter innen und 1,80 Meter Außendurchmesser muss also in mehr als in 5,40 Metern Tiefe verlegt werden.

Die bestehenden Abwasserkanäle werden künftig als Medienschutzrohr betrieben und verfüllt. Dort werden künftig Trink- beziehungsweise Brauchwasserleitungen hindurchgeführt sowie Steuer-, Strom- und Breitbandleitungen.

Aus Gewährleistungsgründen werden die Arbeiten von der Firma durchgeführt, die bereits für die Bahn tätig ist.

Die Arbeiten sollen im Juni abgeschlossen sein. Die neuen Leitungen werden in den folgenden Zeiträumen unter der Bahntrasse hindurchgepresst: Vom 8. bis 11. März, vom 27. März bis 1. April und vom 15. bis 18. April. Die Arbeiten finden an diesen Terminen rund um die Uhr statt, erläutert Himmelsbach.

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