Auggen Linien werden überarbeitet

Foto: Alexander Anlicker Foto: Weiler Zeitung

Als brennendes Thema bezeichnete Bürgermeister Fritz Deutschmann in der Gemeinderatssitzung am Dienstag den Öffentliche Personen-Nahverkehr in Auggen. Konkret ging es um die durch den Fahrplanwechsel weggefallenen Zughalte sowie die Neuaufstellung des Nahverkehrsplans im Gebiet des Zweckverbands Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF).

Von Alexander Anlicker

Auggen. Thomas Wisser, ZRF-Geschäftsführer und Finanzdezernent des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, stellte dem Gremium die Hintergründe der Nahverkehrsplanung 2021 vor.

Die Nahverkehrsplanung lege fest, wie künftig die Linien geführt und in welchem Takt diese bedient werden, erläuterte Wisser. Zudem werden die Standards definiert bis hin zu den Reinigungsintervallen.

Die Frage wie das finanziert wird, müssen die Aufgabenträger – sprich die Landkreise – festlegen. Je mehr der Landkreis Angebote finanzieren müsse, die nicht durch Einnahmen gedeckt seien, desto höher steige die Kreisumlage für die Gemeinden. Würde man alle Wünsche der Gemeinden erfüllen, dann würde dies für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Mehrausgaben zwischen fünf und sieben Millionen Euro bedeuten, das seien etwa zwei Prozent mehr Kreisumlage, erläuterte der Finanzdezernent.

Ziel ist ein robustes System

Eigentlich sei man mit dem Nahverkehrsplan fünf Jahre zu spät dran, aber man habe abwarten wollen, bis man einen vertakteten Verkehr auf der Bahn habe. Da dies auf der Rheintalbahn immer noch nicht der Fall sei, habe man das im Sommer vergangenen Jahres erarbeitete Linienkonzept nochmals überarbeitet. Ziel sei ein möglichst robustes System mit kurzen Umläufen, damit Bus und Bahn nicht aneinander vorbei fahren. Der ZRF werde zunächst einen externen Gutachter beauftragen und ab September haben die Gemeinden nochmals die Möglichkeit, ihre Stellungnahmen abzugeben, erläuterte Wisser den Zeitplan.

Anhand eines Linienplans erläuterte Wisser die Grundlagen des künftigen Nahverkehrsnetzes.

Jede Gemeinde muss zwischen 5 und 0 Uhr jede Stunde eine Verbindung zum nächsten Mittel- oder Oberzentrum haben. Außerdem müssen etwa zwölf Mal am Tag Vernetzungen in die Nachbarlandkreise sichergestellt werden. Diese Regionalbuslinien werden zur Hälfte vom Land finanziert und dienen dazu, die Mittel- und Oberzentren zu verbinden. Angedacht ist hier unter anderem eine Verbindung von Staufen über Müllheim und Kandern nach Lörrach. Ziel ist eine maximale Fahrzeit von einer Stunde zwischen Lörrach und Müllheim mit Anbindung an die Züge im Müllheimer Bahnhof. Daher scheide auch die Linienführung über Auggen und Schliengen aus, erläuterte Wisser auf Nachfrage aus dem Gemeinderat.

Zuguterletzt gilt es, die Schülerbeförderung zu den Kreisgymnasien und den weiterführenden Schulen sicherzustellen mit jeweils etwa zwei Verbindungen morgens, mittags und nachmittags.

Das alles müsse finanziert werden. Daher konzentriere sich die Planung auf die Pflichtaufgaben. „Wenn wir mehr machen, dann müssen wir überall mehr machen“, sagte der ZRF-Geschäftsführer und begründete damit auch den geplanten Wegfall der Ringlinie Süd.

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