Auggen Ohne Höhepunkt des Jahres

Ohne Corona-Pandemie würde an diesem Wochenende im Winzerdorf Auggen das Winzerfest gefeiert. Wie fühlt es sich für die Auggener an, auf den jährlichen Höhepunkt im Veranstaltungskalender verzichten zu müssen?

Von Alexander Anlicker

Auggen. Seit 2009 findet das alljährliche Winzerfest unter der Regie des Winzerkellers Auggener Schäf statt. Unsere Zeitung hat Thomas Basler, dem Geschäftsführer der Genossenschaft, drei Fragen gestellt.

Frage: Wie sehr schmerzt es, dass Sie die beliebte Veranstaltung absagen mussten?

Es schmerzt sehr, dass das Winzerfest als Höhepunkt des Jahres der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen ist. Es schmerzt ebenso wie die vielen anderen Veranstaltungen, die nicht durchgeführt werden konnten und an denen wir beteiligt sind. Angefangen von den Weinfesten in Freiburg und Staufen bis hin zum Neuenburger Nepomukfest, wo auch unser Wein ausgeschenkt wird.

Bei dem aktuellen Traumwetter hätten wir abertausende Besucher im Ort gehabt. Ich stelle fest, dass wir gerade – auch durch Corona – einen Tourismus-Boom in Auggen und in der Region haben. Da ist es schade, dass wir diese Gäste nicht mit dem Winzerfest zusätzlich für unseren Wein begeistern können.

Frage: Die Winzer richten den Blick nach vorne. Wie sehen Ihre Planungen für das Winzerfest 2021 aus?

Wir gehen davon aus, dass wir die Pandemie im nächsten Jahr hoffentlich mit einem Impfstoff im Griff haben. Wir hatten uns für dieses Jahr schon einiges überlegt und gehen davon aus, dass wir die Planung eins zu eins übernehmen können. Unter anderem war für dieses Jahr eine Schlagerparade statt des bayerischen Abends vorgesehen.

Frage: Bleibt die Frage nach dem aktuellen Herbst. Wie sehr sind Sie mit der Weinlese und dem Jahrgang 2020 zufrieden?

Die Weinlese ist in vollem Gang und die Burgunder-Sorten müssen schleunigst rein. Mit einem Mostgewicht von 90 bis 95 Grad Öchsle sind wir sehr zufrieden. Die Menge beim Burgunder liegt mit 80 Kilogramm pro Ar unter der Erwartung von 110 bis 120 Kilogramm. Das hängt vermutlich mit der zu geringen Wassermenge diesen Sommer sowie der über drei Wochen andauernden Blüte zusammen. Engpässe wird es keine geben und beim Spätburgunder in Baden vielleicht auch den Markt entlasten. Auch die Lese der Gutedeltrauben läuft langsam an.

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