Bad Bellingen Am Kurort-Bahnhof sollen Pendler parken können

Die Deutsche Bahn AG (DB Immobilien) will das Bad Bellinger Bahnhofsgebäude und eine Teilfläche verkaufen. Die Kommune will nun auf dem Areal eine Wohnbebauung verhindern und die Pendler-Parkplätze erhalten. Foto: Archiv Foto: Weiler Zeitung

Bad Bellingen (boe). Die Deutsche Bahn AG (DB Immobilien) hat der Gemeindeverwaltung mitgeteilt, dass sie das Bad Bellinger Bahnhofsgebäude und eine Teilfläche zum Verkauf ausgeschrieben hat. Vor diesem Hintergrund wird die Kommune für dem Bereich um den Bahnhof einen Bebauungsplan „Innenbereich Bahnhof“ aufstellen. Ein entsprechender Beschluss wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung einstimmig gefasst. Das damit verbundene Ziel ist es, auf dem Areal eine Wohnbebauung zu verhindern und die Pendler-Parkplätze zu erhalten.

Bei der Teilfläche handelt es sich um den neben dem Bahnhof liegenden Parkplatz. Dieser ist zwar nicht öffentlich, dennoch steht er den Pendlern zur Verfügung. Diese Parkfläche wolle die Gemeinde nicht verlieren, machte Bürgermeister Christoph Hoffmann in der Sitzung deutlich.

Mit dem Aufstellen eines Bebauungsplans will man eine Wohnbebauung durch den künftigen Eigentümer verhindern, die nach derzeit geltendem Recht möglich wäre. In diesem Zusammenhang will man auch einer weiteren Verdichtung der Bebauung den Riegel vorschieben, die laut Hoffmann in diesem Bereich der Bahnhofstraße sowieso schon sehr ausgeprägt sei. In dem Bebauungsplan „Innenbereich Bahnhof“ wäre die betreffende Parkfläche als Verkehrsfläche auszuweisen, erläuterte der Rathauschef. In der nächsten Gemeinderatssitzung im Januar 2014 sollen nun der Vorentwurf und die Veränderungssperre für die Teilfläche am Bahnhof beschlossen werden.

Theoretisch könnte die Gemeinde das Bahnhofsgebäude und die Teilfläche auch kaufen. Dies sei jedoch eine Preisfrage, so Hoffmann.

Gemeinderätin Doris Heitz ärgerte sich über das Vorgehen und Verhalten der Bahn. Als ausgesprochen „schlecht“ bezeichnete sie den Umgang der Bahn mit ihren Kunden. Denn wo die Leute parken, die den Zug nehmen wollen, interessiere die Verantwortlichen der Bahn offenbar überhaupt nicht, monierte die Gemeinderätin. Seinen Unmut machte auch Gemeinderat Peter Senft deutlich. So führe an einem Bebauungsplan kein Weg vorbei, da eine weitere Verdichtung „unbedingt“ auszuschließen sei. Den Beschluss fasse man nichtsdestotrotz mit „der Faust in der Tasche“. Dem pflichtete Bürgermeister Hoffmann bei, der auf die Planungskosten verwies, die die Gemeinde durch das Aufstellen des Bebauungsplans zu tragen habe.

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