Ein Flyer mit allen Terminen ist unter dem Stichwort „Mundarttage“ auf der Homepage der Gemeinde abrufbar: www.bad-bellingen.de.

Kartenvorverkauf: Balinea Thermen Bad Bellingen, Tourist-Info: Tel. 07635/808-0, E-Mail: info@bad-bellingen.de, Abendkasse: jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn, Eintrittspreise: Freitag und Samstag acht Euro, Sonntag zehn Euro.

Von Jutta Schütz

Bad Bellingen. Jedes Jahr ergeht es der Organisatorin der Mundarttage, Cornelia Ebinger-Zöld, ähnlich. „Ich bin total nervös, ob das zusammengestellte Programm ankommt und die eingeladenen Musiker, Liedermacher und Kabarettisten aus Deutschland, dem Elsass und der Schweiz ihr Publikum finden“, gesteht sie. Die Mundarttage finden von Freitag, 12. Juni, bis Sonntag, 14. Juni, in Bad Bellingen statt.

Am vergangenen Dienstag wurde in Rekordzeit mit den Helfern Eberhard und Elke Stotz, Kurt Weckerlin, Ilse Barz und Ulrich Bertsch der Schlosskeller geputzt. Dort sind rund 80 Plätze für die Abendvorstellungen vorhanden.

„Die Hälfte der Karten sind für den Sonntagabendtermin mit den Elsässern Colette Greder und Robert Frank Jacobi schon verkauft“, freut sich die Organisatorin. Bei den anderen Terminen wurden auch schon Karten nachgefragt, „aber meine Erfahrung ist, dass sich die Leute doch eher ganz kurzfristig entscheiden, welche Veranstaltung sie besuchen wollen“, weiß Ebinger-Zöld mittlerweile.

Im vergangenen Jahr waren alle Veranstaltungen gut besucht. Colette Greder, die schon mehrfach in Bad Bellingen auftrat, hat mittlerweile einen richtigen Fan-Club vor Ort. Es sei aber schon so, dass Mundartfans neugierig auf Neues seien und auch mitbekommen, welche Liedermacher und Mundartkabarettisten Preise gewinnen oder Hallen füllen. Egal, ob in der Schweiz, im Elsass, in Süd-, Mittel- oder Nordbaden, so Ebinger-Zöld. Ulrike Derndinger und Heinz Siebold sind neu auf der Schlosskeller-Bühne dabei, ebenso wie der Solothurner Literaturpreisträger Ruedi Stuber.

Mit von der Partie ist auch wieder die junge Band „Pocket­rock“ aus Rheinweiler, die sonntags auftritt. Die Musiker – die mit ihrer kultigen „Fleischchäsballade“ für mächtig Begeisterung beim Publikum gesorgt hatten – haben für die diesjährige Auflage einen komplett neuen mundartlichen Programmteil erarbeitet.

Sehr erfreulich sei, dass diesmal rund 60 Kinder bei den Mundarttagen bei Auftritten mitmachen – so viele wie noch nie. Sie kommen aus der Sonnenrainschule und auch von der Musikschule Markgräflerland. Dialekt bleibt erfahrungsgemäß nur lebendig, wenn er auch von jüngeren Menschen weiter gesprochen wird – deshalb ist das Mitmachen von zwei Schulklassen, die einen Sketch von Max und Moritz und Lieder in Alemannisch vortragen, ein wirklicher Erfolg für die Organisatorin und ihre Unterstützer.

Ein Dankeschön von Ebinger-Zöld geht jetzt schon an die Künstler im Ort. Kunst ist zu den Mundarttagen überall in der Rheinstraße zu sehen, und gleich am Freitagabend gibt es dazu auch einen Rundgang mit Ursula Kallmann.