Bad Bellingen Bereiche mit Flatterband abgegrenzt

Auch der Verbandsligist FC Auggen startet am Wochenende in die neue Saison, bis zu 450 Karten liegen für Zuschauer bereit. Foto: Alexander Anlicker

In der Kreis-, Bezirks-, Landes- und Verbandsliga beginnt dieses Wochenende mit dem ersten Spieltag die Fußball-Saison 2020/21. Während die Profis in der Bundesliga noch ohne Zuschauer spielen müssen, sind in den Amateurligen nach der aktuellen baden-württembergischen Corona-Verordnung seit 1. August bis zu 500 Zuschauer erlaubt.

Rebland. In den Ankündigungen zu ihren Heimspielen weisen die Vereine unter anderem darauf hin, dass Kontaktdaten erhoben werden, damit die Gesundheitsämter mögliche Infektionsketten nachvollziehen können. Wir haben exemplarisch bei drei Vereinen in Bad Bellingen, Schliengen und Auggen nach deren Coronamaßnahmen und Hygienkonzepten gefragt.

Spielvereinigung Bamlach/Rheinweiler

Es gibt ein Hygienekonzept, sagt Armin Held, Pressesprecher der Spielvereinigung Bamlach/Rheinweiler (Kreisliga B). „Wir müssen um den Platz rundherum absperren, damit kein unkontrollierter Zutritt erfolgen kann“, erklärt er. Es gebe ein bis zwei Zutrittsmöglichkeiten, wo Name, Adresse und Telefonnummer der Zuschauer festgehalten werden, sowie der Eintritt kassiert wird. Während die Westseite des Platzes durch den Lärmschutzwall der Autobahn abgegrenzt ist, mussten auf den übrigen offenen Seiten Bauzäune aufgestellt werden, was natürlich zusätzliche Kosten verursacht. Am Platz selbst werden der Zuschauerbereich und der Auswechselbereich mit Flatterband abgesperrt, ergänzt er.

Bewirtet wird draußen in der Festküche. Das Clubheim beziehungsweise die Vereinsgaststätte selbst ist geschlossen. Dort zieht sich die Heimmannschaft um, die vorhandenen Umkleidekabinen stehen den Spielern der Gastmannschaft zur Verfügung, verweist Held auf die knappen Räumlichkeiten. Bei Freundschafts- und Pokalspielen wurde das Hygienekonzept bereits erfolgreich getestet.

Sportfreunde Schliengen

Auf Bauzäune können die Sportfreunde Schliengen (Kreisliga A) verzichten. „Wir haben ein eingezäuntes Areal, dass macht die Zugangskontrolle einfach“, sagt Vorsitzender Gerrit Höveler. Der Platz sei, wie es der Verband vorschreibt, in drei Zonen für Zuschauer, Funktionäre und Spieler unterteilt. Diese seien mit Flatterband gekennzeichnet, erklärt Höveler.

Die Vorgaben Abstand halten und die Angabe von Kontaktdaten werden „von den Zuschauern brav eingehalten“, lautet das Resümee des Vorsitzenden nach den beiden Freundschaftsspielen sowie dem Pokalspiel am vergangenen Wochenende. Da im Juli maximal 100 Zuschauer erlaubt waren, habe man bei den Freundschaftsspielen etwa 20 Fans wegschicken müssen. Er ist daher froh, dass seit 1. August jetzt maximal 500 Zuschauer erlaubt sind. „Damit kommen wir gut hin“, sagt der Vorsitzende. Die Gaststätte im Clubheim sei aktuell geschlossen, berichtet er. Die strengen Vorgaben mit dem Zuweisen von Plätzen seien schwierig umzusetzen. Zu den Heimspielen gibt es daher einen „Fensterverkauf“.

FC Auggen

Der FC Auggen (Verbandsliga) hat gleich zwei Hygienekonzepte erstellt, eins für den Rasenplatz und eines für den Kunstrasen, berichtet der stellvertretende Vorsitzende Dirk Ehret. Bei den nächsten beiden Heimspielen komme das Konzept für den Rasenplatz zum Tragen. Zunächst gehe es darum, die Spieler von den Zuschauern zu trennen. So wurden beispielsweise die Bereiche der Auswechselbank vergrößert und mit Flatterband abgetrennt. Überhaupt seien die verschiedenen Bereiche voneinander getrennt. Während sich die Gäste im Clubheim umziehen, nutzen die Gastgeber die Umkleidemöglichkeiten der Sonnberghalle. Beide Teams gehen auch getrennt auf den Platz. Überall, auch in der Vereinsgaststätte, gibt es einen definierten Ein- und Ausgang sowie Abstandsmarkierungen. An allen vier Zugangsmöglichkeiten zum Rasenplatz gibt es jeweils eine Kasse, wo auch die Daten der Zuschauer erfasst werden. Insgesamt gibt der Verein maximal 450 Karten aus. Das reiche bei durchschnittlich 320 Zuschauern, erklärt Ehret.

Höchstens bei besonderen Spielen, wie beispielsweise beim Derby gegen den SV Weil, könnte es knapp werden. Zu diesen Spielen sind in der Vergangenheit auch weit mehr als 500 Zuschauer gekommen.

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