Bad Bellingen Die besondere Atmosphäre bewahren

Die bunten Lampions im Kurpark machen die besondere Atmosphäre beim Bad Bellinger Lichterfest aus. Foto: Claudia Bötsch

Bad Bellingen - Die angekündigten Veränderungen beim Bad Bellinger Lichterfest sorgten für gewisses „Rumoren im Dorf“. Darauf hat die Bade- und Kurverwaltung (BuK) jetzt reagiert. Unter dem Motto „Rettet die Lampions“ wurde ein Wettbewerb ins Leben gerufen, über den die Tradition bewahrt werden soll.

„Die tausenden Lampions im Kurpark bedeuten einen Riesenaufwand, sie machen aber auch die besondere Atmosphäre beim Bad Bellinger Lichterfest aus“, unterstreicht Miriam Saladin, die bei der BuK das Marketing leitet.

Wettbewerb: Gruppen gestalten Lichtkonzept

Die Bürger sind deshalb aufgerufen, sich einzubringen und mitanzupacken – als Anreiz winken Gewinne. Gesucht werden Gruppen mit bis zu zehn Personen – langjährige Freunde, spontane Zusammenschlüsse oder Vereine. Geplant ist, den Kurpark in verschiedene Zonen einzuteilen, die jeweils den Gruppen zugelost werden. Diese Zonen können dann von den einzelnen Gruppen mit Lampions geschmückt und gestaltet werden.

„Grundsätzlich darf jede Gruppe ihrer Kreativität freien Lauf lassen, dennoch muss aus Sicherheitsgründen jedes Lichtkonzept vorab mit der BuK abgesprochen werden“, heißt es im Aufruf an die Bürger. Jede Gruppe erhält ein festes Budget, wovon Lampions über die BuK bestellt werden können.

Bäume dürfen in die Gestaltung indes nicht integriert werden. „Wir freuen uns über tolle kreative Konzepte“, so Saladin, die darauf hinweist, dass die Teilnehmer keinerlei Kosten zu tragen haben.

Am Lichterfestabend wird eine Jury rund um Bürgermeister Carsten Vogelpohl zwischen 19 und 22 Uhr die Lichtkunstwerke bewerten und kurz vor dem Feuerwerk die Sieger verkünden. Dank Sponsoren soll keine Gruppe leer ausgehen.

In bisheriger Form nicht mehr leistbar

Für die BuK allein ist das Fest in der bisherigen Form nicht mehr stemmbar, wie Saladin unterstreicht. Wie bereits berichtet, handelt es sich um personelle und sicherheitstechnische Gründe. So musste das Lichterfest 2018 wegen der großen Trockenheit, die kein Einzelfall mehr ist, und der damit verbundenen Brandgefahr durch schmelzende Kerzen und Wind, unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden.

Das Gärtnerteam der Gemeinde, das das Lampion-Lichtermeer bislang konzipiert, aufgebaut und gestaltet hat, kann den Aufwand nicht mehr leisten. Die Gärtner hatten jedes Jahr viel Zeit und Arbeit investiert: Allein am eigentlichen Veranstaltungstag waren sie von 6 bis 22 Uhr durchgängig im Einsatz. „Die Gärtner können die Aufgabe nicht mehr übernehmen“, so Saladin. Sie seien ohnehin voll ausgelastet mit dem Wässern des Kurparks – auch hier mache sich der Klimawandel bemerkbar.

„Es hat schon etwas rumort im Dorf“

Die Nachricht Ende 2018, dass das Lichterfest künftig ohne seine typischen Lampions stattfindet, ist bei den Bürgern indes nicht gut angekommen. „Es hat schon etwas rumort im Dorf“, beschreibt Saladin das Stimmungsbild. Der O-Ton von Bürgerseite sei klar gewesen: „Die Lampions sollen bleiben.“

Neue Technik und traditionelle Elemente

Ziel der Kurverwaltung sei es, „künftig eine gute Mischung aus traditionellen Elementen und neuer Technik hinzubekommen“. So ist wieder geplant, einzelne Bäume in verschiedenen Farben anzustrahlen, um besondere Lichteffekte zu erzielen.

Zusätzlich sollen jedoch weiterhin die bunten Lampions für Atmosphäre sorgen. Wenn sich dafür noch ein Sponsor findet, könnten die Lampions zukünftig mit LED-Lichtern bestückt werden. Damit könnte man zum einen aus Brandschutzgründen auf Kerzen verzichten. Zum anderen ließe sich dann das gesamte Lichtermeer per Knopfdruck entfachen.

Feuerwerk vom Dach des Verwaltungsgebäudes

Aus Brandschutzgründen gibt es auch Veränderungen beim Feuerwerk. Dieses wird künftig nicht mehr mitten im Park gezündet, sondern vom Dach des BuK-Verwaltungsgebäudes aus. „Das hat zudem den Vorteil, dass das Feuerwerk viel besser und von überall im Park zu sehen ist“, betont Saladin.

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