Bad Bellingen Eine Bühne für den Dialekt

Am Sonntag, 12. Mai, bietet der Schlosspark ein Podium für diverse Mundart-Künstler. Foto: Claudia Bötsch

Bad Bellingen - Unter dem Motto „Pardon, verstöhn Sie Alemannisch?“ finden in Bad Bellingen vom 11. bis 12. Mai die Mundarttage statt. Das Programm reicht vom alemannischen Theaterstück bis zur Mundart-Andacht. Der Veranstaltungsreigen findet seit 2017, nach dem Tod der Initiatorin Cornelia Ebinger-Zöld, unter der Regie der Bade- und Kurverwaltung (BuK) statt.

Cornelia Ebinger-Zöld war Seele und Motor der Veranstaltung. Sie hatte das kleine Festival, das alemannischer Kunst eine Bühne bietet, initiiert und zu einem Glanzlicht im Veranstaltungskalender des Kurorts werden lassen. Nach ihrem Tod war zunächst unklar gewesen, ob und wie es mit den Mundarttagen weitergeht. Um die Veranstaltung weiter leben zu lassen, hat die BuK die Organisation 2017 selbst in die Hand genommen.

Das Programm

Das TAM-Theater aus Weil am Rhein wird den Theaterabend am Samstag gestalten. Mit der Mundart-Komödie „Abe an Fluss“ spielen die beiden Charaktere Sandra Trefzer und Klaus-Peter Klein „einen schnellen, pointenreichen Dialog mit Augenblicken des ehrlichen Gefühls, der das Publikum zu einer emotionalen und amüsanten Reise einlädt“, heißt es in der Ankündigung.

Das Theater beginnt um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Das Restaurant „DasPark“ sorgt für die Bewirtung. Karten im Vorverkauf sind für sieben Euro erhältlich. An der Abendkasse kostet der Eintritt acht Euro.

Am Sonntag, 12. Mai, bietet der Schlosspark ein Podium für diverse Mundart-Künstler, die von 9.30 bis 17.30 Uhr den Tag mit einem vielfältigen Programm gestalten. Der Eintrittspreis für den ganzen Tag beträgt acht Euro im Vorverkauf und zehn Euro an der Tageskasse im Schlosspark.

Im Schlosspark

Eröffnet wird der Veranstaltungstag im Schlosspark mit einer Mundart-Andacht, die Diakon Horst Panzer hält. Der aus Badenweiler stammende Horst Panzer verließ 2014 mit Eintritt in den Ruhestand Bad Bellingen, um nach Berlin zu ziehen.

Um 11 Uhr übernimmt die Band „Augustinum“ aus Staufen. Ihr Repertoire ist breit angelegt: humorvoll umgeschriebene Schlager, Ohrwürmer aus alten Zeiten, alemannische Lieder aus dem Elsass und dem Markgräflerland. Die Instrumente funktionieren auch ohne Strom, „musikalische Perfektion wird weder angestrebt noch behauptet, kleine Anekdoten zum Verschnaufen“, heißt es von Veranstalterseite. Bei der Band handle es sich um die alemannische Antwort auf „Buena Vista Social Club“.

Nach einer 30-minütigen Pause beginnen um 13 Uhr „D’ Knaschtbrüeder“, die bereits im vergangenen Jahr aufgetreten sind. Sie präsentieren an ihren Gitarren alemannische Hits am laufenden Band. Der Alltag wird besungen, karikiert und auf den Arm genommen, „ohne die Ernsthaftigkeit zu verlieren, die diese Themen verdienen“.

Für den Abschluss der Mundarttage sorgt die Band „Rhinwaldsounds“, die zum ersten Mal dabei ist. Im alemannischen Dialekt erzählen „Rhinwaldsounds“ in ihren Liedern vom alltäglichen Leben. Mit handgemachter Musik präsentiert die Band ihre humorvollen Texte, die zum Mitsingen anregen.

Im Gegensatz zum Vorjahr wurde die Veranstaltung auf zwei Tage komprimiert. Nicht mehr im Programm findet sich das Mundart-Dinner, das bei seiner Premiere nur auf überschaubare Resonanz gestoßen war.

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