Bad Bellingen Einsatz für eine barrierefreie Stadt

Weiler Zeitung
Heidi Saaler-Huber (zweite von rechts) und Daniel Stern (zweiter von links) mit Bewohnern und Mitarbeitern von Haus Engels in Hertingen und aus dem Marienheim Bamlach/Sankt Josefshaus Herten. Foto: Jutta Schütz Foto: Weiler Zeitung

Von Jutta Schütz

„Gemeinsam für eine barrierefreie Stadt“, lautet das Motto der „Aktion Mensch“. Grund für den Aufruf war der „Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ . In Bad Bellingen informierten Bewohner und Mitarbeiter von Haus Engels in Hertingen und aus dem Marienheim Bamlach/Sankt Josefshaus Herten über die Anliegen behinderter Menschen.

Bad Bellingen. An einem Stand vor dem Rewe-Markt sammelten Daniel Stern von der Heimleitung im Haus Engels und Heidi Saaler-Huber, Heimleiterin in Bamlach, mittels einer Umfrage, was sich im Kurort Bad Bellingen positiv zu Gunsten Behinderter entwickelt hat und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt. Passanten ließen sich gerne auf ein Gespräch ein und besprachen, wo Barrierefreiheit schon funktioniert und wo das Optimale noch zu wünschen übrig lässt.

Leichteres Ein- und Aussteigen durch breitere Parkplätze

Positiv kommen die neuen Pkw-Parkplatzbreiten an, die es zum Beispiel auch beim Rewe-Markt gibt. Sie ermöglichen ein leichteres Ein- und Aussteigen. Dass es einen Lift im Kurort gibt, mit dem man vom Kurpark ins Oberdorf gelangt, wurde ebenfalls geschätzt. Die Zugänge zum Rhein seien auch für Rollstuhlfahrer gut, allerdings gebe es im Bereich der Sportlergaststätte beim Zugang vom Parkplatz am Sportplatz aus Probleme, weil dort alles gekiest sei und „die Rollstühle nicht rollen“, so Saaler-Huber.

Nicht groß genug fanden mehrere gehbehinderte Badbesucher die Umkleiden in den Balinea-Thermen. Gerade für mehrfach Behinderte müssten diese so geräumig sein, dass auch mal zwei Helfer Zugang haben. Positiv wurde der Zugang zu den Kirchen gewertet – negativ die Breite der Wege auf dem Friedhof etwa in Bamlach, die auch für Rollatoren zu schmal sind.

„Bank- und Postbesuche sind für gehbehinderte Menschen im Kurort kein Problem. Positiv ist zudem, dass es schon vielfach abgesenkte Bürgersteige gibt, die eine Straßenüberquerung erleichtern“, ergänzte Daniel Stern. Nicht gefallen haben vielen Befragten die öffentlichen Toiletten am Rathaus. Diese seien zu eng, bekamen Saaler-Huber und Stern zu hören. Auch der Zugang zum Rathaus bleibe problematisch.

Woran die Gemeinde nichts ändern kann, ist die Höhe der Bahnsteige, die es oft mühsam machen, in einen Zug zu steigen – „ganz besonders in Rheinweiler“, stellte Saaler-Huber fest.

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