Bad Bellingen „Geld ist gut angelegt“

Dorfurlaub: Die Politiker genießen ein zünftiges Vesper mit frischem Bauernbrot im Garten der Ferienwohnung von Susanne Fräulin.Foto: Alexander Anlicker Foto: Weiler Zeitung

Die Bädergemeinde Bad Bellingen punktet nicht nur mit den Balinea-Thermen, sie hat auch mit dem „Genießerdorf Bamlach“ einen weiteren Trumpf im Ärmel. Der Ortsteil beteiligt sich mit 20 weiteren Orten am Projekt „Schwarzwald Dorfurlaub“ der Schwarzwald Tourismus Gesellschaft (STG).

Von Alexander Anlicker

Bad Bellingen-Bamlach. Das Projekt wurde im Jahr 2017 als Projekt „Natürlicher Dorfurlaub“ (NaDu) ins Leben gerufen. Der tourismuspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Patrick Rapp, hatte damals die Idee der STG aufgegriffen und sich für die Bereitstellung von Fördergeldern aus dem Staatshaushalt eingesetzt.

Am Montag informierte sich Rapp gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Arbeitskreises Europa/Tourismus der CDU-Landtagsfraktion über das Thema Dorfurlaub in Bamlach. Mit dabei war auch Willi Stächele, der aus Bad Bellingen stammende frühere baden-württembergische Landwirtschafts- und Finanzminister.

Ziel des Projekts sei es dörfliche Strukturen für den Tourismus in Wert zu setzen, Kleinvermieter zu unterstützen und die regionale Wertschöpfungskette zu stärken, erläuterte STG-Projektleiterin Heide Glasstetter. Dementsprechend gehe es darum, nicht nur Vermieter und Gastronomen, sondern auch regionale Produzenten, Künstler, Handwerker und Erlebnis-Anbieter in das Projekt einzubinden.

Das Projekt gliedere sich in vier Phasen. In der ersten Vorbereitungsphase habe man alle 21 teilnehmenden Orte besucht und insgesamt rund 1400 Gespräche beziehungsweise Kontakte gezählt. In der zweiten Phase geht es um die Vernetzung und das Marketing. So hat die STG damit begonnen in ihr großes Portfolio an Marketing- und Werbemaßnahmen auch das Thema Dorfurlaub einzubinden.

Vermieter erhalten Zustupf für Investitionen

Glasstetter freut sich, dass aus dem Landeshaushalt für eine Investitionsphase 200 000 Euro bereitgestellt werden. Betriebe können einen Zuschuss von 30 Prozent der Nettoinvestitionssumme beziehungsweise maximal 5000 Euro beantragen, um ihre Betriebe „schwarzwaldtypisch“ beziehungsweise regional auszustatten.

Jeder teilnehmende Ort muss einen Kümmerer als Ansprechpartner benennen. In Bamlach hat diese Aufgabe die Gemeinderätin Monika Morath übernommen, die seither im Ort auch als „Frau Kümmerin“ bekannt ist. Sie stellte beim Rundgang durch den Ort vom Gasthaus „Storchen“ vorbei am Galerie-Café in die Reben, weiter zum Mitfahrerbänkchen und zur Ferienwohnung Fräulin die verschiedenen Aktivitäten vor , wie beispielsweise den Bamlacher Frühstücks- oder Vesperkorb.

In den Reben informierte Gästebegleiterin Susanne Weh über das Thema Wein- und Weinwanderungen.

„Das Geld ist gut investiert worden“, betonte Bad Bellingens Bürgermeister auch mit Blick auf den Dokumentarfilm „Landleben 4.0/Bad Bellingen“ des SWR-Fernesehens. Das Projekt sei auch Anstoß gewesen, um gemeinsam mit Dirk Monath von der Firma Futour ein touristisches Konzept für die Gesamtgemeinde zu erarbeiten, das vier Schwerpunkte definiert: die Bewerbung für eine kleine Gartenschau, die Therme, Golf und die Lage im Dreiländereck.

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