Bad Bellingen Graswurzelbewegung im Tourismus

Etliche Gemeinderäte haben bereits den Weg frei gemacht für die Auflösung der Werbegemeinschaft Markgräflerland. Am Montag tat dies auch das Bad Bellinger Gremium. Die Bade- und Kurverwaltung (BuK) Bad Bellingen wird künftig mit einem interkommunalen Kooperationsangebot in die Fußstapfen der Werbegemeinschaft treten.

Von Alexander Anlicker

Bad Bellingen. Der Bad Bellinger Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Bürgermeister dazu ermächtigt, in der Gesellschafterversammlung für die Auflösung der Werbegemeinschaft Markgräflerland zu stimmen.

Es habe in der Vergangenheit immer Diskussionen darüber gegeben, wie sich das Tourismusmarketing in der Region weiterentwickeln soll, erläuterte Bad Bellingens Bürgermeister Carsten Vogelpohl. Auch die Gesellschafter der Werbegemeinschaft, die Gemeinden und die Banken, hätten schon mehrere Jahre beraten, ergänzte er. Zuletzt hätte die Stadt Müllheim die Auflösung der Werbegemeinschaft und die Überführung der Tourismusaktivitäten in die städtische Bürgerhaus Betriebs GmbH vorgeschlagen. Dies habe jedoch kein Interesse der übrigen Gesellschafter gefunden. Aus Sicht der Verwaltung seien alle Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Werbegemeinschaft ausgeschöpft worden und die Auflösung folgerichtig.

Parallel dazu habe in den vergangen drei Jahren die Bade- und Kurverwaltung Bad Bellingen den direkten Nachbarn das Angebot gemacht, in die Druckerzeugnisse der BuK einzusteigen, berichtete der Bürgermeister. Das Thema habe sich gut entwickelt, unter anderem beteiligten sich die Nachbargemeinden Schliengen, Kandern und Efringen-Kirchen am interkommunalen Kooperationsangebot. Vogelpohl bezeichnete die interkonmunale Zusammenarbeit als „Graswurzelbewegung“. Dies habe in der Folge dazu geführt, dass einige weitere Gemeinden aus dem nördlichen Markgräflerland sich dazu entschlossen haben, hier mitzumachen. Mittlerweile habe auch die Stadt Müllheim beschlossen, der Kooperation beizutreten.

Gemeinderat Wolfgang Müller fand die Auflösung der Werbegemeinschaft bedauerlich und wollte wissen, wie es weitergeht. Die vom Bürgermeister angekündigte Vorstellung des interkommunalen Kooperationsangebots „Südschwarzwald“ in in der nächsten Ratssitzung komme für ihn zu spät. Bei einer Enthaltung von Wolfgang Müller stimmte der Gemeinderat mehrheitlich für die Auflösung der Werbegemeinschaft.

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