Bad Bellingen Kurhaus-Neubau gab Anstoß für die Zunft

Auftritt der „Sumpfamseln“ mit „Toni dem Hecht“ am Akkordeon im Jahr 1978 Foto: Weiler Zeitung

Die Bad Bellinger Narrenzunft „Bogdemolli“ feiert in diesem Jahr ein närrisches Jubiläum. Anlässlich des 44-jährigen Bestehens der Zunft erscheint erstmals eine „Fasnachtszittig" unter dem Motto „Mir löhn uns nit hängge!“.

Von Alexander Anlicker

Bad Bellingen. Lange war der Kinderumzug am Rosenmontag die einzige Fasnachtsveranstaltung in Bad Bellingen. Der Bau des Kurhauses in der zweiten Hälfte der 1970er- Jahre gab den Anstoß für die organisierte Fasnacht in der Bädergemeinde, berichtet der ehemalige Oberzunftmeister Strefan Escher im Gespräch mit unserer Zeitung.

Drei Mütter brachten die Saalfasnacht und die Gründung der Bad Bellinger „Bogdemolli“ auf den Weg. Helga Fuchs sowie die zwischenzeitlich verstorbenen Marlies Auer und Gisela Hugenschmidt-Hössle wandten sich an den damaligen Bürgermeister-Stellvertreter Oswald Meyer und erreichten, dass das neue Kurhaus auch für die Fasnacht genutzt wurde – zumal damals im Winter sowieso weniger Gäste in die Bädergemeinde kamen. Im Jahr 1977 fand dann der erste Fasnachtsabend mit Programm im Kurhaus statt. Ein Jahr, im Jahr 1978, wurde die Narrenzunft „Bogdemolli“ gegründet. Obwohl drei Frauen den Anstoß gaben und die Männer zunächst im Schlepptau dazukamen, übernahmen damals vier Männer – Norbert Weisenseel, Oswald „Ossi“ Meyer, Gerhard Auer und Hermann Escher – die Regie im Narrenrat der neu gegründeten Zunft.

Höhepunkte in den vergangenen 44 Jahrenr waren immer die Zunftabende, die immer umfangreicher wurden. 2013 war jedoch Schluss, da immer mehr Leute zwar in einer Clique Fasnacht feiern aber nicht selbst auf der Bühne stehen wollten.

Eigentlich wollten die Bogdemolli den Bunten Abend gemeinsam mit den Cliquen „Galgelochhexen“ aus Bad Bellingen und den „Rindviechern“ Rheinweiler wiederbeleben, doch wegen Corona liegt dies auf Eis. So entschied man sich für die „Jubiläumszittig“. Auf 40 Seiten gibt es mehr als 100 Fotos aus 44 Jahren „Bogdemolli“. Zwei Drittel machen aber das Lokalgeschehen und die Kommunalpolitik aus dem vergangenen Jahr aus.

Verkauft wird die „Fasnachtszittig“ für 2,44 Euro am „Schmutzige Dunnschdig“, 11. Februar, ab 11 Uhr – je nach Witterung – vor oder in der Zunftstube, sowie am Samstag, 13. Februar, ab 11 Uhr vor der Zunftstube sowie vor dem Rewe-Markt.

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