Bad Bellingen / Weil am Rhein Mitmachaktion: Bilder und Briefe gegen Einsamkeit

Bad-Bellingen-Rheinweiler/ Weil am Rhein - Viele alte Menschen, die in Pflegeheimen oder im Betreuten Wohnen leben, dürfen gerade keinen Besuch bekommen. Damit sollen die Bewohner vor einer Infektion mit dem Coronavirus geschützt werden. Für die Bewohner ist das natürlich keine leichte Zeit.  Bilder und Briefe können da vielleicht ein wenig helfen.

"Malt ein schönes Bild!"

Aus diesem Grunde startet die Katholische Kirchengemeide Weil am Rhein nun einen Aufruf an Kinder und sonstige kreative Menschen "Mit Eurer Hilfe wollen wir den Betroffenen zeigen, dass sie in dieser Situation trotzdem nicht alleine sind und dass wir an sie denken", so der Aufruf.  "Malt ein schönes Bild für einen dieser Menschen" (das muss gar nicht unbedingt ein eigener Angehöriger sein). Gerne können die kleinen Künstler oder ihre Eltern noch ein paar nette, ermutigende Worte dazu schreiben, so die Idee.

Die Kirchengemeinde will die Briefe dann in den Pflegeheimen und Einrichtungen für Betreutes Wohnen verteilen.

Wer mitmachen will, schickt seine  Bilder mit dem Vermerk „Bilder gegen Einsamkeit“ an da Weiler Pfarrbüro oder wirft es dort in den Briefkasten:

Katholische Kirchengemeinde Weil am Rhein / Rudolf-Virchow-Straße 8 / 79576 Weil am Rhein

Ansprechpartnerin ist Pastoralassistentin Lioba Jörg (joerg@kath-weil.de)

Grüße über die Straße hinweg 

Ein schönes Beispiel in diese Richtung erreicht uns aus Bad Bellingen-Rheinweiler: Die kleine Urenkelin eines Pflegeheims-Bewohners in malte dem Uropa eine Nachricht auf ein Plakat und hängte es an ein Fenster bei einer Metzgerei, das man vom Pflegeheim aus sehen kann: "Ein unheimlich schöner Moment für die Bewohner und die Mitarbeiter", heißt es in einer Mitteilung des  Pflegeheims "Schloss Rheinweiler".  Kurzerhand fertigte der Bewohner zusammen mit dem Personal ebenfalls ein Plakat und grüßte zurück - Start in einen regen "Briefwechsel" der besonderen Art.

Davon inspiriert, haben nun auch viele Bewohner mit Unterstützung der Betreuungskräfte zu Papier und Stift gegriffen und senden so wie früher Briefe an ihre Lieben, um nach wie vor in Kontakt zu bleiben.

Für die Bewohner ist das eine gute Möglichkeit, sich mitzuteilen und dabei auch an ihre Lieben zu denken, heißt es in einer Mitteilung des Pflegeheims: „Wir sind sicher, dass sie auch wieder Post zurückbekommen werden. Denn auch den Angehörigen fällt es nicht leicht, auf Besuche zu verzichten, auch wenn sie natürlich den Grund gut nachvollziehen können“.

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