Bad Bellingen Makaberer Fund zum Fest

Zoë Schäuble
Die Lörracher Hundestaffel ermittelt. Foto: dpa/Patrick Seeger

Spaziergänger machten an Heiligabend eine schaurige Entdeckung: Der Anblick eines toten, blutverschmierten Hasen, aufgespießt auf einen Holzpflock einer am Weg angrenzenden Pferdekoppel, erschütterte sie zutiefst. An den Weihnachtsfeiertagen wurden in der näheren Umgebung des Reiterhofs „Vogesenblick“ in Bamlach weitere Hasenkadaver gefunden. Nun ermittelt die Polizei.

Von Zoë Schäuble

Bad Bellingen-Bamlach. Insgesamt acht tote Hasen, aufgespießt auf Pfähle oder an Büsche gehängt, entdeckten Spaziergänger und Anwohner an den Weihnachtsfeiertagen.

Den ersten fand Tierschützerin Kirsten Zumbrock, die am vergangenen Freitag gemeinsam mit ihrem Mann auf dem Weg nach Rheinweiler die Stelle passierte. „Wir waren total geschockt von dem fürchterlichen Anblick“, erzählt die Bad Bellingerin, die ehrenamtlich beim Tierheim in Lörrach tätig ist. Gemeinsam mit ihrem Mann beschloss sie, das Tier zu entfernen – allerdings nicht ohne vorher den Sachverhalt für Ermittlungszwecke der Polizei zu fotografieren. „Ich wollte den Kadaver nicht hängen lassen, denn an der Stelle kommen immer viele Spaziergänger vorbei“, erklärt Zumbrock. Den Anblick habe sie anderen ersparen wollen. Umgehend meldete sie ihren Fund Kaja Höllstin, Geschäftsführerin des Reiterhofs Vogesenblick, an deren Pferdekoppel das Tier angebracht war. Höllstin: „Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich davon erfahren habe.“ Zum damaligen Zeitpunkt sei aber noch unklar gewesen, dass weitere Tiere in unmittelbarer Umgebung des Hofs aufgespießt und aufgehängt waren. „Am ersten Weihnachtsfeiertag kamen Spaziergänger auf dem Hof vorbei und berichteten von weiteren Kadavern.“ Daraufhin machte sich Höllstin sofort auf den Weg und inspizierte das gesamte Gelände rund um den Reiterhof. Mit dem schaurigen Ergebnis: drei weitere Tiere waren am angrenzenden Nachbargrundstück auf Pfähle aufgesteckt. „Ich habe meine Entdeckung direkt bei der zuständigen Polizeidienststelle gemeldet.“

Zu den fünf Tieren kamen über die Feiertage drei weitere hinzu. Unter anderem am Stationenweg, einem beliebten Ausflugspfad, und in der Nähe des Campingplatzes wurden die Funde gemacht.

Mutmaßlicher Täter bereits ermittelt

Was sich hinter den Taten verbirgt, ist derzeit noch unklar. Den Fall hat die Hundestaffel der Polizeidienststelle in Lörrach übernommen und inzwischen bereits einen mutmaßlichen Täter ermittelt, wie der zuständige Polizeipressesprecher Mathias Albicker auf Nachfrage mitteilte.

Schon im vergangenen Jahr habe sie Tierkadaver auf den am Hof angrenzenden Gelände entdeckt, erinnert sich Höllstin. „Damals war das aber mitten im Wald und nicht für alle Augen sichtbar am Wegrand aufgespießt.“

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