Bad Bellingen Metropolitanraum mit Potenzial

 Foto: Alexander Anlicker

Bad Bellingen - Der Rheinufersteg bei Bad Bellingen ist Teil des Projekts „Rheinliebe“ im Rahmen der Internationalen Bauausstellung IBA Basel 2020. Da die Abschlusspräsentation nicht wie geplant stattfinden kann, stellte IBA-Geschäftsführerin Monica Linder-Guarnaccia die Ergebnisse im Bad Bellinger Gemeinderat vor.

Die ursprünglich für vergangenes Jahr geplante Abschlusspräsentation war coronabedingt auf dieses Jahr verschoben worden. „Es war geplant, im Frühsommer etwas zu zeigen, das geht aber nicht“, erklärte Bürgermeister Carsten Vogelpohl mit Blick auf die Pandemiesituation. Stattdessen stellte Geschäftsführerin Linder-Guarnaccia die IBA vor.

Die Internationale Bauausstellung sei ein renommiertes Instrument des Städtebaus in Deutschland, erklärte Linder-Guarnaccia. Die erste Bauausstellung fand im Jahr 1901 in Darmstadt statt. Die IBA Basel sei die erste, die außerhalb Deutschlands stattfindet, mittlerweile gebe es auch welche im österreichischen Wien und in den Niederlanden, erklärte sie.

Darüber hinaus sei die IBA Basel die erste, welche dem Thema der städtebaulichen und raumordnerischen Planung in einer Grenzregion gewidmet ist. Die IBA-Geschäftsführerin erinnerte an den Mauerfall in Berlin im Jahr 1989. Damals habe es weltweit 16 vergleichbare Grenzanlagen gegeben. Heute trennen weltweit fast 70 Sperranlagen Staaten und Städte.

Die IBA betrachtet dabei das Dreiländereck als einen Lebensraum und stellt die Frage, was es braucht, damit die Region weiterhin gesund wachsen kann. Linder-Guarnaccia beschreibt das Dreiländereck als Metropolitanraum mit Potenzial und verweist darauf, dass die Stadt Basel unter den ersten zehn Städten weltweit liege, was die Lebensqualität angehe.

Alle Ergebnisse aus dem zehnjährigen IBA-Prozess sollen vom 1. Mai bis 6. Juni in einer Ausstellung im Dome auf dem Vitra-Campus in Weil am Rhein gezeigt werden. Die Ausstellung wird aufgebaut, auch wenn die Museen derzeit pandemiebedingt geschlossen sind. Parallel dazu werden Online-Diskussionen und -Veranstaltungen geplant.

Insgesamt werden elf Modellprojekte vorgestellt, darunter das Projekt „Rheinliebe“, in dem der Rheinsteg nur eines von vielen Teilprojekten auf der 60 Kilometer langen Strecke zwischen Stein am Rhein und Bad Bellingen ist.

Ursprünglich wären rund 150 000 Besucher zur IBA-Abschlusspräsentation in Basel erwartet worden. Pandemiebedingt werden die Abschlusspräsentation nur rund 1500 Menschen sehen, schätzt die Geschäftsführerin.

„Aus der IBA kann man unbedingt daraus lernen, dass man sich über gemeinsame Projekte weiterentwickeln kann“, lautet das Fazit von Linder-Guarnaccia.

Das Projekt „Rheinliebe“ biete noch Potenzial, um es weiter zu entwickeln, sagte Bürgermeister Vogelpohl abschließend. Der Rathauschef bedauerte, dass die für den 8. Mai geplante Steg-Eröffnung als Bürgerfest nicht stattfinden könne. „Wir werden das irgendwann nachholen“, versprach er.

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