Bad Bellingen Parken vor Schule nicht mehr erlaubt

Die Verkehrssituation an der Sonnenrainschule ist eine besondere: Hier sind auf der Schulstraße viele Kinder unterwegs, gleichzeitig gibt es das Problem mit „Elterntaxis“. Mögliche Parkflächen wurden nun provisorisch abgesperrt, um zu sehen, ob man hier etwas verbessern kann. Foto: Jutta Schütz Foto: Weiler Zeitung

Die Verkehrssituation an der Schulstraße in Höhe des Kindergartens und der Sonnenraingrundschule ist eine besondere. Die Schulstraße ist seit einiger Zeit Einbahnstraße, wenn man aus Richtung Friedhofstraße oder von Bamlach her kommt. Trotzdem gibt es immer wieder Probleme – vor allem mit sogenannten Elterntaxis. Deshalb gibt es nun eine Behelfslösung, die das Parken vor der Schule nicht mehr erlaubt.

Von Jutta Schütz

Bad Bellingen-Rheinweiler. Per Absperrband sind bestimmte Parkplätze gesperrt. Denn durch morgens anfahrende Eltern entstand immer wieder ein kleines Verkehrschaos mit geöffneten Türen, an- und abfahrenden Autos sowie sich dazwischen bewegenden Kindern, wie Bürgermeister Carsten Vogelpohl mitteilt. Dadurch, dass die Autos derzeit nicht mehr direkt vor Schule und Kindergarten halten können und auch der Schulhof durch Poller abgesperrt wurde, ist „wieder mehr Luft und Überblick“ entstanden, so Schulleiter Marius Grether.

Autofahrer ignorieren Verkehrsregeln

Optimal ist die Situation indes nicht. Denn zum einen übersehen Ortsunkundige, die vom Bahnhof her in die Schulstraße einfahren, oft die Einbahnstraßenschilder, die kurz vor dem Teil der Schulstraße, die den Bereich der Schule durchläuft, aufgestellt wurden. Zum anderen ignorieren manche Autofahrer bewusst die Einbahnstraßenregelung. Was hinzu kommt: Immer noch wird zu schnell gefahren.

Einen Termin mit den Verkehrsexperten des Landratsamts, die sogenannte Verkehrsschau, gab es. Eine sofortige Lösung, die allen – Anwohnern, Eltern und Lehrern – gefällt, noch nicht. Also wird zunächst einmal ausprobiert, bevor Umbauten entlang der Schulstraße einsetzen könnten. „Wir versuchen erst einmal herauszufinden, wie sich die Situation langfristig entwickelt, wenn wir die Parkplätze längs der Straße absperren, dann kann man dort nicht mehr halten“, so Vogelpohl.

Erweist sich die Maßnahme als effektiv, könnte der Zaun, der das Kindergartengelände umschließt, einfach versetzt werden. Die Parkplätze würden dem Außengelände des Kindergartens zugeschlagen. „Für den Kindergarten wären ein paar Meter mehr an Gelände nicht schlecht“, glaubt Vogelpohl.

Zufahrt zum Schulhof mit Pollern abgeriegelt

Was noch ein Problem darstellt: Vor der Sporthalle wurden im Sockelbereich zum Schutz des Sockels Gabionen aufgestellt. Diese engen allerdings unter anderem die Sicht auf die Laufwege zum und vom Schulhof ein, wenn gleichzeitig der Verkehr auf der Schulstraße fließt.

Die Zufahrt zum Schulhof ist nun mit Pollern abgeriegelt, für die es im Notfall einen Schlüssel gibt. Dies verhindert, dass Eltern auf den Schulhof fahren, um ihre Kinder quasi vor der Eingangstür abzuliefern.

Die Eltern wurden gebeten, auf „Elterntaxis“ zu verzichten. Denn die Kinder sollen auch diesbezüglich selbstständig werden. Von ihnen hören die Lehrer, dass sich viele sehr wohl zutrauen, ein Stück des Schulwegs, etwa den von der Bushaltestelle am Hang unterhalb der Schule bis zur Schule, allein zurückzulegen. „Viele der jetzt mehr als 150 Kinder an der Schule möchten gerne ein Stück allein gehen und auch mit dem Schulbus fahren, das polstert das Selbstbewusstsein auf und fördert die Eigenständigkeit“, erklärt Grether. Der Schulleiter weist zudem darauf hin, dass die Kinder ein Busticket über den Landkreis Lörrach bezahlt bekommen. „Ich finde, dass man dies dann auch benutzten sollte“, sagt er.

Zusätzlich sollen die Verkehrsteilnehmer vor Ort für die Problematik sensibilisiert werden. Dabei hilft Elternbeiratsvorsitzender Sebastian Barrein. Demnächst soll eine erste Überprüfung erfolgen, ob die provisorische Maßnahme etwas gebracht hat.

„Wir wollen alle mit beharrlichem Nachdruck daran gehen, dass sich etwas dauerhaft verbessert“, denn an der gewachsenen Struktur hier mitten im Ort können wir nichts ändern“, sagt Grether.

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