Bad Bellingen Rheinufer wird aufgewertet

Herzstück des Projekts ist der Bau eines Aussichtsstegs. Grafik: Ingenieurgruppe Flösser / Unger Ingenieure

Bad Bellingen - Jetzt geht’s los: Im Zuge des IBA-Projekts „Rheinliebe“ soll das Bad Bellinger Flussufer bis Mai 2020 aufgewertet werden. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung der Planung für die Ufergestaltung zugestimmt. Außerdem wurde – bei einer Gegenstimme von Wolfgang Müller – beschlossen, die entsprechenden Arbeiten auszuschreiben.

Bis Mai 2020 soll aus dem Rheinufer ein trinationaler Flusspark werden. Ziel ist, die Aufenthaltsqualität am Rheinufer zu verbessern. Gleichzeitig soll der Kurort näher an den Fluss rücken.

Gerechnet wird mit einem Gesamtbudget von 800 000 Euro. Die Kosten für die Ufergestaltung liegen bei rund 320 000 Euro. Für den Bau eines Aussichtsstegs, der das Herzstück des Projekts bildet, sind wiederum 390 000 Euro veranschlagt. Die Maßnahme wird vom Tourismusinfrastrukturprogramm des Landes gefördert, der Zuschuss beläuft sich auf 50 Prozent, 400 000 Euro.

5,6 Kilometer Rheinufer aufwerten

Die Planung hat das Todtnauer Büro „Galaplan Kunz“ für Garten- und Landschaftsbau übernommen. Inhaber Jörg Kunz erklärte in der Sitzung die geplanten Veränderungen am Rheinufer.

Vorgesehen ist, den Anfang und das Ende des Bad Bellinger Abschnitts, der 5,6 Kilometer lang ist, mit zwei „Rheinkieseln“ zu markieren – einer Art Beton-Ei. Außerdem werden vier neue und lange Sitzbänke aufgestellt. Sie sollen dort positioniert werden, „wo die Ufergalerie offen ist“, also ein direkter Blick auf den Rhein gegeben ist. Fünf bestehende Sitzbänke werden passend zu den neuen Sitzgelegenheiten umgebaut. Die weiteren elf bleiben so wie sie sind erhalten. Das neue Design der Bänke sei „Vandalensicher“, meinte Kunz. Darüber hinaus sollen an der „Nato-Rampe“ vier Liegemöglichkeiten geschaffen werden.

Bewegungsparcours und ein Fahrradrastplatz

Bei der Unterführung zur Therme werden ein Bewegungsparcours und ein halbüberdachter Fahrradrastplatz gebaut – Fahrradständer mit einem überdachten Rastplatz. „Für den Stellplatz sind wir bereits mit der IG Velo im Gespräch“, erklärte Kunz. Auf dieser Rheinhöhe soll zudem die neue Aussichtsrampe, die in den Rhein ragt, entstehen (siehe nebenstehenden Bericht).

Anders als ursprünglich geplant, soll die Aufwertung der Unterführungen im Zuge des „Rheinliebe“-Projekts doch nicht berücksichtigt werden – zum Ärger von Wolfgang Müller. Bürgermeister Carsten Vogelpohl erklärte dazu: „Die Veränderungen der Unterführungen sind aus Naturschutzgründen und wegen Hochwassergefahr nicht umsetzbar.“

An der Unterführung zum Sportplatz ist ein weiterer Bewegungsparcours geplant, außerdem soll der Parkplatz als ein einfacher Sandparkplatz neu strukturiert werden. „Wir brauchen bei Veranstaltungen jeden Stellplatz“, erklärt Vogepohl. Daher wird der Parkplatz auch auf 111 Stellplätze aufgestockt.

Badestrand muss verlegt werden

Auf Höhe Bamlach wird ein Badestrand entstehen. Jedoch müsse man diesen in den Wiesenbereich verlegen. Kunz: „Die Gemeinde darf keinen aktiven Zugang für eine Badeeinrichtung bauen, denn dann ist die Aufsicht von einem Bademeister nötig.“

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