Bad Bellingen Tourist-Info, Kursee und Eisbahn

Die Bad Bellinger Tourist-Information soll von der Therme ins Kurhaus umziehen. Der Bad Bellinger Gemeinderat hat beschlossen, einen entsprechenden Antrag für eine Förderung aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm des Landes Baden Württemberg zu stellen. Beantragt werden auch Fördermittel für die Sanierung des Kurparkweihers sowie für eine Kunsteisbahn beim Kurhaus.

Von Alexander Anlicker

Bad Bellingen. Der Gemeinderat beschloss die Beantragung von Fördermitteln für die drei Projekte mit großer Mehrheit, lediglich Wolfgang Müller stimmte dagegen und hatte zuvor die Pläne für die Sanierung des Kurparkweihers kritisiert.

Tourist-Information

Die Tourist-Information soll auf den neusten Stand gebracht werden. Hintergrund ist die neue Tourismusstrategie mit der Masterplanung für die Therme und der Bewerbung um eine kleine Gartenschau. Hinzu kommen die wachsenden Kooperationen mit den Umlandgemeinden. Ausschlaggebend war jedoch die letztjährige Neuklassifizierung der Tourist-Info, die nur unter Vorbehalt ausgesprochen wurde, da diese nicht mehr die aktuellen Anforderungen erfülle. Durch die Verlagerung vom Thermalbad ins Kurhaus werde die Tourist-Info ins Zentrum der Wegebeziehungen gesetzt.

Für diese von der Gemeinde sowie Bade- und Kurverwaltung priorisierte Maßnahme beträgt das Antragsvolumen rund 113 000 Euro. Hinzu kommen geschätzte Kosten in Höhe von 45 000 Euro für die Erneuerung der bislang nicht barrierefreien Eingangstüren des Kurhauses. Die Förderung beträgt im Regelfall rund 50 Prozent der Investitionssumme.

Kurparkweiher

Das Büro „faktorgrün“ hat ein Konzept für die Sanierung des Kurparkweihers (Kursee) erarbeitet. Die Kosten für die Sanierung werden darin auf knapp 980 000 Euro geschätzt.

Als „Unsinn“ bezeichnete Gemeinderat Wolfgang Müller das Sanierungskonzept für den Kurparkweiher. „Wir vergrößern die Wasserfläche ohne zu wissen, wo das Wasser überhaupt herkommen soll“, verwies er auf das Hauptproblem des kränkelnden Weihers, die nicht ausreichende Wasserzufuhr. Die Renaturierung des Kiesteichs südlich des Kurgebiets sei ökologisch wesentlich interessanter, ergänzte er. Müller plädierte dafür, die Zukunftspläne des Kurparkweihers zunächst ausführlich im Gemeinderat zu diskutieren, bevor ein Förderderantrag gestellt wird.

Bürgermeister Carsten Vogelpohl hielt dem entgegen, dass die Gemeinde vom Regierungspräsidium ermutigt wurde, einen Antrag für die Sanierung des Kurparkweihers zu stellen.

„Ich bin auch für diskutieren, aber wir können nicht alles totdiskutieren“, sprang Gemeinderat Emil Schilling dem Rathauschef bei.

Kunsteisbahn

Darüber werden aus diesem Programm Fördergelder für das Projekt einer Kunsteisbahn von Restaurantpächter Marcus Ciesiolka beantragt. Dieser hatte die Idee zuvor nichtöffentlich dem Gemeinderat vorgestellt

Dorothea Dosenbach wollte wissen, ob man nicht einen Präzedenzfall schaffe, wenn man für private Vorhaben Förderanträge stelle. Bürgermeister Vogelpohl verwies darauf, dass es zum einen um den Pächter der Bade- und Kurverwaltung gehe und zum anderen die Förderrichtlinien des Landes auch private Vorhaben ausdrücklich zulassen. Auch sei bereits die Abenteuergolf-Anlage im Kurpark aus dem Projekt gefördert worden.

Private Projekte werden mit 15 Prozent der Investitionssumme gefördert.

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