Bad Bellingen Viele beantragen Briefwahlunterlagen

Am 14. März wird in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Foto: Alexander Anlicker Foto: Weiler Zeitung

Bad Bellingen/Schliengen (anl). Wenn man schon die Kontakte beschränkten muss, um die Corona-Pandemie einzudämmen, dann ergibt es wenig Sinn am Wahlsonntag ins Wahllokal zu pilgern. Um seine Stimme für die Landtagswahl am 14. März abzugeben, bleibt dann nur die Briefwahl. Und davon werden in den Gemeinden Schliengen und Bad Bellingen viele Wähler Gebrauch machen. Die Wahlbenachrichtigungen wurden erst vor wenigen Tagen verschickt und bis Montag haben in Schliengen bereits 933 von 4323 Wahlberechtigten die Briefwahlunterlagen beantragt, berichtet die Schliengener Hauptamtsleiterin Lioba Baumgartner auf Nachfrage unserer Zeitung. Zu so einem frühen Zeitpunkt seien es wesentlich mehr Briefwahlanträge als bei früheren Landes- oder Bundestagswahlen, lautet die Einschätzung der Hauptamtsleiterin.

Im Schliengener Rathaus hat man mit dieser Entwicklung gerechnet und einen weiteren Briefwahlausschuss gebildet. Umgekehrt gibt es in Schliengen nur noch einen statt zwei Briefwahlbezirke. Jetzt wird es im Hauptort nur noch eines statt bislang zweier Wahllokale im Bürger- und Gästehaus geben. Dieses wird über vier Wahlkabinen verfügen. „Wir können nur soviel Wähler ins Wahllokal lassen, wie Wahlkabinen vorhanden sind“, verweist die Schliengener Hauptamtsleiterin auf die Regeln während der Pandemie. Keine Veränderungen gibt es in den Ortsteilen. Während andernorts wegen Corona von Ortsverwaltungen in Gemeindehallen umgezogen wird, finden die Wahlen in den Schliengener Ortsteilen schon seit geraumer Zeit in den Hallen statt.

Schon 600 Anträge

„In Bad Bellingen sind bislang schon mehr als 600 Briefwahlunterlagen beantragt worden, obwohl die Anforderung noch knapp vier Wochen möglich ist“, berichtet die stellvertretende Hauptamtsleiterin Tirza Himmelsbach. Dies sei einiges mehr als bei der vergangenen Landtagswahl bei der rund 480 Stimmen per Briefwahl abgegeben worden waren.

„Wir haben erwartet, dass wesentlich mehr Bürgerinnen und Bürger als bei der letzten Landtagswahl per Briefwahl ihre Stimme abgeben wollen und haben deshalb frühzeitig so viele Briefwahlunterlagen bestellt, dass für alle, die es möchten, die Möglichkeit zur Briefwahl besteht. Am Wahlabend werden die Stimmen in zwei Briefwahlvorständen, statt wie bislang in einem, ausgezählt“, sagt Himmelsbach

Für die Wahllokale werden derzeit umfassende Hygienekonzepte erarbeitet. Im Kernort Bad Bellingen wird das Wahllokal vom Rathaus ins Kurhaus verlegt, um die Abstände einhalten zu können. Im Rathaus wäre dies nicht möglich gewesen, zumal dort zusätzlich noch die Briefwahlstimmen ausgezählt werden. In Bamlach wurde das Wahllokal wegen der Hallensanierung ins Pfarrheim verlegt.

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