Bad Bellingen Weit entfernt von normalen Jahren

In den Bad Bellinger Balinea-Thermen gilt die 3G-Regel. Foto: zVg/BuK

Zumindest der meteorologische Sommer ist seit Monatsanfang vorbei. Wie ist die Sommersaison in der Kur- und Bädergemeinde Bad Bellingen bislang gelaufen? Dennis Schneider, Geschäftsführer der Bade- und Kurverwaltung (BuK), zieht auf Nachfrage unserer Zeitung eine vorläufige Bilanz.

Von Alexander Anlicker

Bad Bellingen. Die Übernachtungszahlen nach den coronabedingten Schließungen seien verhältnismäßig in Ordnung, aber weit entfernt von normalen Jahren, macht er im Gespräch mit der Oberbadischen deutlich.

Veranstaltungen

Das Alternativprogramm mit drei kleinen Konzerten und zwei Veranstaltungen für Kinder habe mit der 3G-Regel und maximal 200 Besuchern pro Veranstaltung gut funktioniert, berichtet Schneider. „Wir hatten Glück mit dem Wetter, alle Veranstaltungen waren ausgebucht und wurden von den Gästen gut angenommen“, betont er. Manche Dinge, wie das Online-Ticketing, werde man auch in die Zeit nach Corona mitnehmen. Das Thema Digitalisierung habe insgesamt einen Schub erfahren.

Es seien schöne Veranstaltungen gewesen und man werde langfristig dieses Sommerpaket zusätzlich zu den großen Veranstaltungen, wie dem Lichterfest und dem „Smoke & Wine“-Festival, etablieren.

Balinea-Thermen

„Wir kommen in der Therme mit der 3G-Regel gut zurecht“, sagt Schneider und begrüßt, dass die derzeit gültige Corona-Regelung jetzt inzidenzunabhängig ist. Intern bereite man sich auf den nächsten Schritt vor. Der BuK-Geschäftsführer ist davon überzeugt, dass bald die 2G-Regel für Bäder kommen wird und dafür die Kontaktnachverfolgung entfällt. Dann hätten nur noch vollständig Geimpfte und Genesene Zutritt zum Bad.

Wenn nur noch Geimpfte und Genesene ins Bad dürfen, geht Schneider davon aus, dass auch wieder zusätzliche Leistungen angeboten werden können. Der BuK-Geschäftsführer glaubt nicht, dass dann die Besucherzahlen zurückgehen. „Das Alter der Thermenbesucher liegt größtenteils bei 30 Jahren aufwärts.“

Regeländerungen durch neue Corona-Verordnungen verunsicherten insbesondere die Thermenbesucher aus der Schweiz und aus Frankreich, hat er beobachtet. Das normalisiere sich aber nach einigen Tagen wieder.

Diesen Sommer habe die Therme deutlich bessere Gästezahlen als im ersten Coronajahr 2020. Die Situation sei wirtschaftlich besser, aber noch nicht ganz im Lot, lautet das Fazit des Geschäftsführers. Platz sei immer noch genug. Die Thermenbesucher seien deutlich entspannter als vor Corona, hat er festgestellt.

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