Bad Bellingen Wohnungen für rund 222 Einwohner

Am nördlichen Ortsrand soll das Baugebiet „Rheinstraße Nord“ entstehen.Foto: Alexander Anlicker Foto: Weiler Zeitung

Am Nordrand von Bad Bellingen soll ein Wohngebiet für geschätzt rund 222 Einwohner entstehen. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich den Vorentwurf für das 18 767 Quadratmeter große Areal zwischen Rheinstraße und Bahntrasse gebilligt.

Von Alexander Anlicker

Bad Bellingen. Bereits im Dezember 2019 hat der Gemeinderat die Aufstellung des Bebauungsplans „Rheinstraße Nord“ beschlossen. Planerin Julia Messerschmidt vom Büro fsp-stadtplanung aus Freiburg stellte dem Gremium nun den Entwurf vor.

Ziel des Bebauungsplans ist die Schaffung von Wohnraum, erläuterte die Planerin. Die Bebauung soll sich an die Umgebungsbebauung anpassen und aus verdichteten Einzel-, Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern bestehen. Gleichzeitig soll der nördliche Ortsrand abgerundet werden.

Ziele seien laut Messerschmidt auch die Vermeidung einer einseitigen Alters- und Bevölkerungsstruktur sowie der Erhalt und die Sicherung der Tragfähigkeit von Infrastruktureinrichtungen, wie Schulen und Kindergärten.

Angrenzend an die bestehende Bebauung sind Mehrfamilienhäuser geplant, nach Norden hin sind Doppel und Reihenhäuser geplant. Am Ostrand des Baugebiets, zur Rheintalbahn hin, sieht der Bebauungsplanentwurf Einfamilienhäuser vor.

Insgesamt sollen 101 Wohneinheiten entstehen, die Platz für rund 222 Einwohner bieten. Davon entfallen 74 Wohneinheiten auf Mehrfamilienhäuser, 14 auf Doppelhäuser, acht auf Einfamilienhäuser und fünf auf Reihenhäuser. Geplant ist auch ein „Dorfplatz“, der über einen Fußweg an das bestehende Wohngebiet angebunden werden soll.

Für das Baugebiet werden Ausgleichsmaßnahmen erforderlich werden, berichtete die Planerin mit Blick auf die ersten Untersuchungen des Büros faktorgrün. Unter anderem seien im Plangebiet Fledermäuse, Zaun- und Mauereidechsen, der auf der roten Liste stehende Gartenrotschwanz sowie Orchideen gefunden worden.

Gemeinderat Niclas Heitz verwies darauf, dass dies die letzte freie Fläche für Wohnbebauung in der Gemeinde sei. „Wo wollen wir in Zukunft hin?“, fragte er und forderte ein Konzept für die künftige Entwicklung ein.

Für einen behutsamen Baubeginn plädierte Gemeinderätin Silvia Heitz.

Bürgermeister Carsten Vogelpohl konnte sie diesbezüglich beruhigen. Bis das Verfahren und die Erschließung abgeschlossen sind, werde es noch eine Weile dauern. „Die Kinder aus den jetzigen Neubaugebieten werden aus der Grundschule raus sein, wenn die Kinder aus dem jetzt geplanten Baugebiet in die Schule kommen“, meinte der Rathauschef.

Was die Kritik von Niclas Heitz anging, verwies Vogelpohl auf das statistische Landesamt, das festgestellt habe, das in der Gemeinde Wohnraum fehle. Letztlich billigte der Gemeinderat bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung den Planentwurf und beschloss die Durchführung der frühzeitigen Bürger- und Behördenbeteiligung.

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