Badenweiler Phishing

Badenweiler - Vor Betrügern im Internet warnt die Gemeinde Badenweiler.

Gefälschte Webseiten

Unter dem Begriff Phishing (Neologismus von fishing, englisch für ‚Angeln‘) versteht man Versuche, über gefälschte Webseiten, E-Mails oder Kurznachrichten an persönliche Daten eines Internet-Benutzers zu gelangen und damit Identitätsdiebstahl zu begehen. Ziel des Betrugs ist es, mit den erhaltenen Daten beispielsweise Kontoplünderung zu begehen und den entsprechenden Personen zu schaden.

Der Hintergrund ist: In den vergangenen Tagen haben sich vereinzelt Bürger beim Rathaus Badenweiler gemeldet, die vermeintliche ­E-Mails von Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung erhalten haben. Darin seien sie auch aufgefordert worden, den in der Mail-Anlage beigefügten Rechnungsbetrag zu begleichen.

Polizei bestätigt eine Häufung der Fälle

Die Verwaltung weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass es sich dabei um eine Betrugsmasche von Kriminellen handelt. „Die Gemeindeverwaltung versendet solche E-Mails nicht und sie wurden auch nicht vom Rathaus aus verschickt“, macht die Verwaltung deutlich.

Vielmehr handle es sich dabei um eine so genannte Phishing-Mail. Die Polizei habe bestätigt, dass sich derzeit die Meldungen über solche Betrugs-E-Mails häufen. Betroffene werden gebeten, sich an das Rathaus zu wenden, damit die Polizei informiert werden könne.

Tipps, wie man solche Phishing-E-Mails erkennt

Das Rathaus Badenweiler gibt zudem Tipps, wie solche Phishing-E-Mails erkannt werden können und wie Betroffene damit verfahren sollten:

Zu beachten sei, dass gute Fälschungen kaum vom Original zu unterscheiden seien. Daher sei es notwendig, eine Mail genau unter die Lupe zu nehmen und nicht jedem Absender blind zu vertrauen.

Dabei müsse der „Absender“ nicht zwingend auf die die „Fälschung“ hinweisen. Vielmehr sei die Absenderadresse hinter dem Namen weit aussagekräftiger. Meist handle es sich um einen grammatikalisch wirr wirkenden Namen oder eine völlig willkürliche Buchstaben- und/oder Zahlenfolge. Beispielsweise könne der Absendername Heinz Müller lauten, die Absenderadresse aber bwkd238@musteradresse.ru.

Phishing-Mails kommen größtenteils aus Ländern außerhalb Deutschlands beziehungsweise der Europäischen Union. Typisch seien Endungen mit „.ru“, „.cz“ oder „.pl“ (osteuropäische Länder). Es gibt aber auch mittlerweile Phishing-Mails, die „.com“, „.org“ oder „.info“ verwenden. Die Domain (Internetadresse) gibt ebenfalls Hinweise auf einen Betrug.

Darüber hinaus seien Grammatik- und Rechtschreibfehler im Text Indizien dafür, dass es sich um eine Betrugsmail handelt.

Zahlungsanweisungen auf ausländische Konten

Spätestens, wenn Zahlungsanweisungen auf ausländische Konten gemacht werden, sollten die Alarmglocken schrillen. Eine häufige Betrugsmasche sei zudem, dass von einem bekannten Namen eine Dringlichkeit vorgegaukelt werde. Ein Beispiel: Verwandte sind angeblich im Urlaub und benötigen schnell Geld, da sonst mit einer Haftstrafe gerechnet werden müsse.

Vorsicht bei angehängten Dateien

Vorsicht ist auch bei angehängten Dateien mit den Endungen „.exe“ oder „.bat“ geboten, die nie geöffnet werden sollten. Auch bei Zip-Dateien sollte man stets wachsam sein. Solche E-Mails sollten gelöscht werden, auch aus dem Papierkorb, macht die Verwaltung deutlich.

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