Badenweiler Treffpunkt für regionale Weine im Staatsbad Badenweiler

Thomas Basler (v.l .), Andrea Wießler und Hagen Rüdlin (v.l.) beim coronabedingten Abschied vom „Potpourri“ in kleinstem Kreis Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Badenweiler. Sie war mit ihrer Vinothek seit 25 Jahren eine Institution im Kurort: Jetzt schließt Andrea Wießler das „Potpourri“ im Zentrum von Badenweiler. Mit der Formel „Wein, Tee und Geschenke“ hatte sie genau den Geschmack der Kundschaft getroffen, die in Badenweiler schöne Urlaubstage oder eine entspannende Kur erleben wollten, heißt es in einer Mitteilung. Wein gehört hier zur Landschaft, und bei Andrea Wießler fanden die Kunden nicht nur kompetente Beratung: Das „Gläschen zwischendurch“ entweder im Geschäft oder an einem der kleinen Tischchen draußen war ein beliebter Treffpunkt. „Manche stellten gerade nur den Koffer im Hotel ab und kamen erst einmal hierher“, erinnert sich Andrea Wießler. Das perfekt gekühlte und großzügig eingeschenkte Gläschen Sekt oder Wein war für diese Gäste der perfekte Auftakt zum Urlaub. Bei der Abreise nahmen sie dann den Wein kartonweise mit. Das „Potpourri“ war auch ein Aushängeschild für die beiden Geschäftspartner in Sachen Wein, den Winzerkeller Auggener Schäf und die Genossenschaft Markgräfler Winzer. Die beiden Geschäftsführer Thomas Basler und Hagen Rüdlin waren mit Blumen und Geschenken zum Abschied von Andrea Wießler erschienen. Die persönliche Ansprache, die Fachkenntnis und das menschliche Einfühlungsvermögen waren das Besondere, das die Kunden schätzten. „Diese Art Kundenbindung ist nicht mit Geld zu bezahlen“, meinte Basler. Es war nicht nur die Kooperation im Verkauf in Badenweiler, sondern Andrea Wießler war mit den Weinerzeugern auch auf Messen unterwegs, bei Weinproben und sonstigen Veranstaltungen. Von einer Messe in Bern blieben ihr Kunden bis auf den heutigen Tag treu. Solche Geschäftsbeziehungen trugen bald einen persönlichen, fast freundschaftlichen Charakter. Die Römerbad-Musiktage, die Literaturtage, die Weihnachtskonzerte im Kurhaus, die Gästebegrüßungen und weitere Veranstaltungen in Badenweiler selbst erhielten mit dem Wein und der Fachfrau aus dem „Potpourri“ funkelnde Akzente. „Es gab keine Veranstaltung, bei der wir nicht dabei waren“, sagt Wießler. Ihr Interesse galt nicht nur dem eigenen Geschäft, sondern auch dem ganzen Kurort. Sie trat in den Gewerbeverein ein, der sie kurz darauf in den Vorstand wählte. Zwei Amtsperioden lang engagierte sie sich auch im Gemeinderat. Sie hatte ihr Geschäft mit der Unterstützung von zwei Mitarbeiterinnen sieben Tage pro Woche geöffnet, denn vor allem an den Wochenenden kamen die Leute. Nach den Anfängen in der Luisenstraße war das „Potpourri“ in die Kaiserstraße gezogen. Eine „Eins-A-Lage“, findet Wießler.

Mit seinem breit gefächerten Angebot von Weinen aus der Region sowie feinen Teesorten mauserte sich das „Potpourri“ zu einer Institution in Badenweiler.

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