Basel 1500 Menschen demonstrieren gegen Agrochemie

Basel (sda). Rund 1500 Menschen sind am Samstag in Basel für eine ökologischere und sozialere Landwirtschaft auf die Straße gegangen. Ihr lautstarker und bunter Protest richtete sich gegen die Agrochemiekonzerne.

Im Rahmen der weltweiten Bewegung „March against Monsanto“ zog in Basel zum dritten Mal friedlich ein bewilligter Demonstrationszug vom Barfüßerplatz vor den Hauptsitz von Syngenta beim Badischen Bahnhof. Wegen Baustellen und der Frühjahrsmesse „Muba“ war die Route in diesem Jahr etwas abgeändert. Immer wieder hielt die Polizei den Verkehr an. Mehrere Tram- und Buslinien wurden zeitweise umgeleitet.

Protestiert wurde lautstark gegen die Macht der Agrochemiekonzerne, gegen gentechnisch verändertes Saatgut und den Einsatz von Pestiziden. Thema waren zudem die Fusionen in der Agrochemiebranche. In Anspielung auf die Übernahme von Syngenta durch ChemChina trugen Demonstranten einen chinesischen Drachen.

Auch Gruppen aus Deutschland dabei

Am Syngenta-Hauptsitz wurden am Gebäude Transparente gehisst und wie bereits vor dem Abmarsch Reden gehalten. Steuern, die Syngenta dem Kanton zahlt, dürften Basel-Stadt nicht davon abhalten, kritisch hinzuschauen, was der Konzern weltweit mache, sagte etwa ein Redner.

Zur Kundgebung in Basel aufgerufen hatte der Verein „Plattform March against Monsanto & Syngenta“, eine Gruppe von Personen verschiedener Bewegungen. Mehr als 50 Organisationen und Gruppierungen sowie Parteien aus dem links-grünen Lager aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz unterstützten den Marsch.

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