Basel Anspruchsvolles für Musikliebhaber

Festivalleiter Robert Kolinsky Foto: Die Oberbadische

Basel (sus). Der tschechische Komponist Bohuslav Martinů (1890 – 1959) gehört zu den herausragenden Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er war Autodidakt und hat rund 400 Werke komponiert, von denen er an die 30 in der Schweiz oder für Schweizer Auftraggeber geschrieben hat. Seine letzten Jahre verbrachte er abwechselnd in Frankreich, Italien und der Schweiz. Er starb 1959 in Liestal.

Vom 28. Oktober bis zum 12. November finden in Basel bereits die 23. Martinuů Festtage statt. Zum Auftakt spielt die Taschenphilharmonie – das kleinste Sinfonieorchester der Welt – am Samstag im Museum Tinguely das Familienkonzert „Die fremde Marionette“ – mit großer Musik für kleine Hörer. Es geht um eine Marionette, die mit ihrer Andersartigkeit ein Ensemble aufmischt.

Am Mittwoch, 1. November, spielt im Unionhaus des Volkshaus Basel ein Trio Klavier, Flöte und Cello. Am Piano sitzt Robert Kolinsky, Gründer der Martinuů Festtage, der auch die künstlerische Leitung des Festivals inne hat. Auf dem Programm steht Kammermusik von Martinu, Carl Czerny und Nikolai Kapustin.

Der Sonntag, 5. November, steht im Zeichen des Jazz: Im Bird’s Eye Jazz Club tritt ein Trio bestehend aus Klarinette, Klavier und Akkordeon auf. Am Dienstag, 7. November, laden die Festtage ins Stadtkino ein, wo ein Film über Bohuslav Martinuů gezeigt wird. In diesem Film aus dem Jahre 1988 berichten prominente Zeitzeugen Martinus, wie zum Beispiel der Dirigent und Mäzen Paul Sacher, über den Komponisten. „Ich habe in meinem ganzen Leben keinen einfacheren, aufrichtigeren und ergreifenderen Menschen gekannt“, so Sacher über Martinu. Im Anschluss an die Filmvorstellung führt Esther Keller ein Gespräch mit dem Regisseur Francois Lévy-Kuentz.

Den Abschluss der Festtage bildet am Sonntag, 12. November, das Chorkonzert „Die Feldmesse“ in der Elisabethenkirche. Das Konzert wurde 1939 geschrieben, ein Jahr, bevor Martinuů vor den Nationalsozialisten flüchtete und in die USA emigrierte. „Die Feldmesse“ besteht aus fünf Hauptteilen und ist vom Komponisten für die Aufführung im Freien gedacht gewesen. Das Stück evoziert Kriegsgefühle zwischen Hoffnung und Verzweiflung. n www.martinu.ch

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