Basel Aus Kiesgrube wird Landschaftspark

 Foto: /Visualisierung: zVg

Basel - Die ersten Bäume sind gepflanzt: Der „Parc des Carrières“ an der Grenze zwischen Basel und Saint-Louis soll allmählich Gestalt annehmen. Bis zum Jahr 2040 wird ein attraktives Naherholungsgebiet entstehen.

Gelegen zwischen Allschwil, Basel, Saint-Louis und Hégenheim, wird ein Gebiet, das über Jahre intensiv als Kiesabbaugebiet und zur landwirtschaftlichen Nutzung diente, in einen elf Hektar großen Landschaftspark für die Dreiland-Bewohner umgestaltet.

Im Rahmen eines Projektaufrufs der Internationalen Bauausstellung (IBA Basel) entstand die Idee vor einem Jahrzehnt – bedurfte allerdings noch einiger Weiterentwicklung durch die IBA und das Basler Planungsbüro Courvoisier Stadtentwicklung. Eine erste Finanzierung von 1,1 Millionen Euro wurde getätigt, ebenso private Sponsoren und Stiftungen mit ins Boot geholt, um das Projekt in den nächsten Jahren vollständig realisieren zu können.

Die Baumpflanzung stelle einen wichtigen Schritt in der Zusammenarbeit zwischen den französischen und Schweizer Partnern dar, sagte Jean-Marc Deichtmann, Präsident von Saint-Louis Agglomération. „Nach vielen Jahren der Planung und der engen Abstimmung kommen wir nun in die Umsetzungsphase unseres Projekts.“

Lebensqualität steigern

Auch die Vizepräsidentin des Parc des Carrières, die Allschwiler Gemeindepräsidentin Nicole Nüssli-Kaiser, betont den generellen Wert grenzüberschreitender Zusammenarbeit: „Ob beim EuroAirport, bei einer Tramverlängerung, bei grenzüberschreitenden Straßenprojekten oder jetzt hier bei der Kiesgrube, dem neuen Parc des Carrières: Die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg ist fast immer aufwendig, kompliziert und herausfordernd. Die Früchte der Arbeit sind dafür umso prächtiger.“

Thomas Zeller, Präsident des eigens gegründeten Vereins, teilt diese Ansicht: „Das Parkprojekt zeigt erneut, dass die Zusammenarbeit zwischen den Ländern möglich ist und diese ein einziges Ziel hat: das Gemeinwohl und die Steigerung der Lebensqualität unserer Einwohner.“

Für Monica Linder-Guarnaccia, Geschäftsführerin der IBA Basel, ist die nun begonnene Umsetzung ein weiterer wichtiger Meilenstein für das IBA Modellprojekt: „Mit der Realisierung stellt die IBA Basel unter Beweis, dass Freiraumprojekte eine strukturierende Wirkung auf die grenzüberschreitende Raumplanung einnehmen und somit einen sehr wichtigen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität im trinationalen Metropolitanraum leisten können.“

Die erste von insgesamt drei Bauphasen startete Anfang Februar, mittlerweile sind nicht nur Bäume und Sträucher, sondern auch die ersten Wege gut zu erkennen. Diese sollen die angrenzenden Gemeinden in Zukunft an den Park anbinden und von Naturkorridoren gesäumt sein, sodass sich die verschiedenen Tierarten im Gelände frei bewegen können.

Im Sommer wird für die Bewohner der Basler Agglomeration bereits ein Gang zum neu errichteten Kinderspielplatz möglich sein.

Die Initiatoren des Bauprojekts forcieren allerdings nicht die vollständige Aufgabe der industriellen Nutzung des Gebiets. Vielmehr liegt der Fokus auf der Schaffung eines Netzwerks aus Kiesabbaugruben einerseits und der Umwandlung nicht mehr genutzter Gruben in Baggerseen und grenzüberschreitenden Fuß- und Radwegen andererseits.

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