Basel Ausprobieren und lernen

An vielen unterschiedlichen Stationen kann gerätselt, ausprobiert, angefasst und gespielt werden. Foto: zVg

Basel - Die Reise durchs Ohr, die im Naturhistorischen Museum Basel unternommen werden kann, wird wegen großer Nachfrage bis zum 30. Juni verlängert.

Nach nur elf Wochen hatte die Sonderausstellung „Unterwegs im Ohr“ die angestrebte Besucherzahl bereits erreicht, haben die Verantwortlichen gestern mitgeteilt. Bis dato haben insgesamt 45 300 Personen den Erlebnisrundgang besucht, und mehr als 650 Schulklassen haben bereits in nur drei Monaten des Jahres den Weg ins Museum gefunden.

Spielend lernen

Spielend lernen und ausprobieren, emotional berührt werden und den eigenen Körper spüren: Entlang dieser Leitlinien wurde das Konzept der Sonderausstellung entwickelt. Die Ausstellungsverantwortlichen des Museums haben eine Familienausstellung realisiert, die durch außergewöhnliche Modelle, eine sinnliche Stimmung und zahlreiche interaktive Stationen besticht, schreibt das Museum.

Als Auftakt zur Ausstellung können die Besucher ihre eigenen Ohren ganz groß bewundern und sich danach auf den eigentlichen Rundgang begeben. Das Außenohr ist der Ausgangspunkt der Reise. Wer weiterziehen möchte, kann durch ein überdimensionales, großes Ohr in den anschließenden Raum vordringen und gelangt dabei in den Gehörgang. Von dort aus können die Besucher Raum für Raum bis ins Innenohr weitergehen und auf ihrem Weg Spannendes lernen über das Organ, das auch umschrieben wird als der „Weg zum Herzen“.

Sinne ansprechen

An vielen unterschiedlichen Stationen kann gerätselt, ausprobiert, angefasst und gespielt werden. Anschaulich und einfach wird vermittelt, wie Geräusche, Klänge und Töne vom Außenohr bis ins Gehirn gelangen und wie sie sich auf ihrem Weg dorthin verändern. Thematisiert wird auch, wie das Ohr beim Menschen und anderen Säugetieren aufgebaut ist, wie es sich entwickelt hat und wie unterschiedlich Wirbeltiere hören.

Auf dem erlebnisreichen, vom Szenografiebüro Stauffenegger + Partner stimmungsvoll inszenierten Rundgang wird klar, dass das Ohr nicht nur zum Hören unerlässlich ist, sondern uns gleichzeitig ermöglicht, aufrecht zu gehen und das Gleichgewicht zu halten.

Rahmenprogramm

Die Führungen und Familienrundgänge sowie die von Experten bestrittenen Sprechstunden sind laut Museum sehr beliebt. Auch die Führungen, in denen Kinder in die Rolle der Vermittlungsperson schlüpfen und anderen Kindern die Inhalte der Ausstellung näherbringen, seien ein Erfolg. Mit durchschnittlich 500 Personen pro Abend schlagen die diesjährigen „After Hours“ alle bisherigen Rekorde. Abends in die Sonderausstellung zu gehen und sich danach einen Drink an der Bar des Museums zu gönnen, stößt besonders beim jüngeren Publikum auf Interesse.

Die Ausstellung schließt Ende Juni seine Tore. Danach wird das Kulturama – Museum des Menschen in Zürich ab 25. September einige Stationen der Ausstellung übernehmen, wie das Museum abschließend schreibt.

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