Basel Bekenntnis zu mehr Klimaschutz

Die Nordwestschweizer Regierungskonferenz erklärt, dass es in Sachen Klimaschutz einen hohen Handlungsbedarf gibt. Foto: Die Oberbadische

Muttenz - Die Nordwestschweizer Regierungskonferenz (NWRK) hat dieser Tage ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Im Rahmen der jüngsten Plenarkonferenz hat das Gremium eine Klima-Charta verabschiedet, sich über den aktuellen Stand der Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU ausgetauscht, das Thema „Smarte Region“ in den Fokus gerückt und ein neues Präsidium gewählt.

Zur Feier ihres Jubiläums organisierte die 1971 gegründete NWRK eine Tagung auf dem Campus der FHNW in Muttenz, wo Mitglieder des Bundesparlaments und der Regierungen der fünf Mitgliedkantone sowie eine Delegation der Kantone Bern und Zürich anwesend waren. Das Gremium verabschiedete zudem eine gemeinsame Klima-Charta.

Damit verpflichten sich die Nordwestschweizer Kantone zur Stärkung ihrer Zusammenarbeit in der Klimapolitik. Mit einem engagierten und wirkungsvollen Klimaschutz sollen die Netto-Null-Strategie des Bundes unterstützt und die notwendigen Maßnahmen zur Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels abgestimmt werden, heißt es in einer Mitteilung.

Mit der Klima-Charta vereinbarten die Beteiligten in Einklang mit dem Bund, in verschiedenen Kooperationsfeldern an Lösungen zu arbeiten und Synergien zu nutzen.

Innovative Ideen

So sollen innovative Ideen und moderne Technologien für den Klimaschutz und zur Klimaanpassung aktiv unterstützt und bis zum Jahr 2025 kantonale Klimastrategien erarbeitet werden. Als Beispiel wird unter anderem die Förderung von Smart City-Vorhaben genannt, heißt es weiter.

„Im Bereich der Klimapolitik besteht ein großer Handlungsbedarf. Nur eine Gesellschaft, die schnell genug auf eine fossilfreie Energieversorgung umstellt und sich der Klimaerhitzung anpasst, kann in Zukunft überhaupt erfolgreich sein“, erklärte der Basler Regierungspräsident Beat Jans, welcher gemeinsam mit den Referenten Reto Knutti und Andrea Schenker- Wicki die Umsetzung des Klimawandels in den Kantonen diskutierte.

Die Solothurner Regierungsrätin Birgit Wyss bemerkte: „Mit der Klima-Charta bekennt sich die Nordwestschweizer Regierungskonferenz zu mehr und engagierterem Klimaschutz, und jeder einzelne Kanton verpflichtet sich, wirkungsvolle Maßnahmen zu ergreifen.“

Marktzugang erhalten

Der Abbruch der Verhandlungen mit der EU über ein Rahmenabkommen führe zu einer kritischen Situation. Wichtig sei, dass der bilaterale Weg und die Beziehungen Schweiz-EU insgesamt gesichert, stabilisiert und weiterentwickelt würden. Der Erhalt und der Ausbau des Marktzugangs zum europäischen Binnenmarkt soll strategisch gesichert sowie ein deutliches Bekenntnis zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit abgelegt werden.

Abschließend wurde der Aargauer Regierungsrat Markus Dieth zum neuen NWRK-Präsidenten gewählt. Er löst den Baselbieter Regierungsrat Anton Lauber ab.

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