Basel Das Fachwissen vereinigen

In Basel entsteht ein Bauchzentrum. Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Basel (sda). Das Universitätsspital Basel (USB) und das private Basler Claraspital wollen ein gemeinsames Zentrum für die Behandlung von Bauchpatienten gründen. Damit wollen sie sicherstellen, dass in der Region Basel längerfristig hochspezialisierte Medizin angeboten wird.

Das Zentrum „Clarunis“ – der Name enthält Elemente beider Partner – vereine das Fachwissen und die Fallzahlen beider Krankenhäuser in der Viszeralchirurgie und der Gastroenterologie, sagten die Verantwortlichen gestern vor den Medien. Sie rechnen mit jährlich mehr als 9000 Fällen, davon rund 350 in der hochspezialisierten Medizin. Erwartet wird ein Umsatz von 25 Millionen Franken im Jahr.

Mit der strategischen Kooperation werde auf anstehende Herausforderungen und die Dynamik im Gesundheitswesen reagiert, sagte Claraspital-Verwaltungsratspräsident Raymond Cron. Laut USB-Verwaltungsratspräsident Robert-Jan Bumbacher sind große Veränderungen notwendig, um als Krankenhaus mittel- und langfristig „fit“ bleiben zu können.

Gegründet werden soll im Herbst eine einfache Gesellschaft, an der das Claraspital aufgrund der eingebrachten Fallzahlen 55 Prozent und das USB 45 Prozent hält. Zu „Clarunis“ wechseln sollen rund 150 Mitarbeiter der beiden Partnerspitäler – die entsprechenden Ärzte, das Spezialpflegepersonal sowie das Fall-Management. Gesucht wird ein Geschäftsführer.

Ein Personalabbau sei nicht vorgesehen, sagte USB-Direktor Werner Kübler. Der Zusammenschluss sei „keine Sparübung“. Dennoch erhoffen sich die Partner durch die erwartete Steigerung der Qualität auch eine Kostendämpfung, wie Claraspital-Direktor Peter Eichenberger sagte. Das Claraspital rechne zudem mit einem verbesserten Zugang zur Forschung. Diese werde mit dem Zentrum gestärkt.

Die heutigen Standorte der Partnerspitäler sollen erhalten bleiben und weiterhin Grundversorgung und Notfallleistungen erbringen. Die hochspezialisierte Medizin soll künftig jedoch jeweils dort zur Anwendung kommen, wo die Kompetenz am Größten ist. Eine vertiefte Zusammenarbeit in der Region war aufgrund einer Untersuchung auch von einer Kommission der Universität Basel empfohlen worden.

Mit der neuen Gesellschaft soll Patienten in der Region Basel auch künftig ein umfassendes medizinisches Angebot zur Verfügung stehen. Ohne Zusammenschluss droht laut den Verantwortlichen längerfristig ein Verlust der Leistungsaufträge in gewissen hochspezialisierten Bereichen, weil die geforderten Fallzahlen nicht erreicht würden. Die bisherigen Kooperationen und Leistungsaufträge der Partnerspitäler sollen weitergeführt werden. Der Start von „Clarunis“ ist für den 1. Januar kommenden Jahres vorgesehen.

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