Basel Der Badekultur auf der Spur

 Foto: zVg/S AM

Basel - Das S AM Schweizerische Architekturmuseum zeigt bis 29. September die Ausstellung „Swim City“. In deren Zentrum steht das Phänomen Flussschwimmen im urbanen Raum. Schweizer Städte haben bei der Entwicklung dieser Massenbewegung in den vergangenen Jahrzehnten eine Vorreiterrolle gespielt, wie das Museum mitteilt.

Dem S AM Schweizerisches Architekturmuseum geht es mit der Ausstellung „Swim City“ darum, die Bedeutung des öffentlichen Raums aufzuzeigen. Es macht mit der Schau das Erlebnis Flussschwimmen greifbar und beleuchtet seine historische Entwicklung so wie seine heutige Ausprägung, verdeutlicht aber auch seine Relevanz für die Schaffung lebenswerter Städte, heißt es weiter. Beim Schwimmen im Fluss nimmt man laut Museum diesen Stadtraum aktiv ein und erlebt die Stadt anders: Für einmal zieht nicht das Wasser an einem vorbei, sondern die Stadt. Das Flussschwimmen ist heute in der Schweiz eine Selbstverständlichkeit.

Beliebtes Basler Rheinufer

Am Basler Rheinufer ist derzeit viel los. Oftmals sind es die heißen ’Temperaturen, welche die Menschen ins kühle Nass ziehen. Aber auch die kleinen Lokale, Buvetten genannt, an der Uferpromenade laden zum Verweilen ein.

Die Ausstellung befasst sich zudem mit der Badekultur an Rhein, Aare, Limmat und Rhone. Die Schweizer Städte Basel, Bern, Zürich und Genf werden beleuchtet, wo die lokalen Besonderheiten und die jeweilige historische Entwicklung aufgezeigt werden. In Basel beförderten laut der Pressemitteilung des Museums Eingriffe der Stadt aber auch von privaten Organisationen sowie der Brand in Schweizerhalle die erneute Einrichtung des Flussschwimmens im Rhein derart, dass ein Sommer ohne das Baden im Fluss für viele Basler unvorstellbar geworden ist. In Bern erfreut sich die jahrhundertealte Tradition, in der Aare zu schwimmen, nie dagewesener Beliebtheit, zieht aber zugleich infrastrukturelle und sicherheitstechnische Herausforderungen nach sich.

Historische Badehäuser in Zürich

In Zürich bilden die historischen Badehäuser entlang der Limmat das Rückgrat der lokalen Flussbadeszene und sorgen für große Vielfalt. In Genf zeigt sich die Badekultur an der Rhone zwanglos und volksnah, gleichzeitig macht der rasante Wandel der Stadt die Herausforderungen und Potenziale des Flusses als umkämpfter urbaner Raum klar.

In der Schau „Swim City“ werden zudem internationale Flussbadprojekte vorgestellt, die sich am Schweizer Beispiel orientieren.

Flussschwimmen in Städten weltweit

Anhand von Vorhaben in Europa wie in Berlin (Flussbad Berlin), in Brüssel (Pool is cool), in London (Thames Baths), in Paris (Ilot Vert) und den USA wie zum Beispiel in Boston (Charles River Swimming Initiative) und New York (+Pool) wird aufgezeigt, wie diese Städte bei der Erschließung ihrer Wasserwege als Schwimm- und Erholungsräume für alle vorgehen, teilt das Museum weiter mit.

Einige wurden direkt von der Flussschwimmkultur in der Schweiz beeinflusst. Manche schlagen mit neuem Design alternative Wege ein. Andere setzen auf Aktionen im öffentlichen Raum, um einen politischen Umbruch herbeizuführen. Allen gemein ist die Herangehensweise: Die Entwicklung wird von Einwohnern angestoßen und die Planer bringen Architekten, Stadtplaner, Designer, Politiker, Wissenschaftler wie Soziologen und die Bevölkerung zusammen.

Dieser Teil der Ausstellung entstand laut S AM in Zusammenarbeit mit der Future Architecture Platform, ein Verbund europäischer Architekturinstitutionen, der innovative Positionen in Architektur und Städtebau fördert.  S AM Schweizerisches Architekturmuseum, Steinenberg 7, Basel. Öffnugszeiten dienstags, mittwochs und freitags von 11 bis 18 Uhr. Donnertstags von 11 bis 20.30 Uhr. Samstags und Sonntags 11 bis 17 Uhr. Regulärer Eintritt für Erwachsene 12 Franken, ermäßigt 8 Franken (Schüler, Studenten, Lehrlinge, Senioren).

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