Basel Dinner für alle Sinne

Basel - Atemberaubende Akrobatik, Gesangseinlagen und fröhlicher Tanz zu Speisen bei Kerzenlicht: Ein Zusammentreffen von Sinneseindrücken par excellence hat am Premierenabend des „Palazzo Colombino“ in Basel 260 Gäste verzaubert.

1300 Spiegel und ein stimmungsvolles Lichtermeer

Von außen könnte das „Théatre Du Paradis“ ein Zirkuszelt sein, fast erwartet man den Geruch von Popcorn und Ponystall. Doch bereits beim ersten Schritt durch den Eingang wandelt sich diese Erwartung ins Gegenteil: Durch Reflexion der mehr als 1300 Spiegel umgibt ein stimmungsvolles Lichtermeer die edel gedeckten Tische im Innenbereich.

Das Publikum des Abends ist klassisch elegant gekleidet, freundliches Service-Personal geleitet jeden Ankömmling an seinen Tisch.

Sternemenü plus Spitzenakrobatik

Das „Palazzo Colombino“ hat aus dem alten Konzept des Festgelages mit Gauklern eine zeitgemäße Kür geschaffen und lädt seit fast zwei Jahrzehnten zu einem Sternemenü mit einfallsreichem Programm auf der Rosentalanlage ein.

Produzent Thomas Dürr stellt eingangs den Jugendcircus Basilisk vor, bevor drei junge Damen begleitet von rockig-frecher Musik an einem Ring hängend über die Köpfe der Zuschauer hinwegschweben.

Liebe, Eifersucht und ein witziges Happy End

Danach wird fließend die Moderation des Regisseurs und Komikers Sven Pawlitschko alias „Daniello“ und des bayrischen Zeltdirektors Georg Schiessl eingeleitet. Im humorvollen Zwiegespräch stellen sie die Rahmengeschichte für das Dinner vor.

Es geht um Liebe, um Eifersucht und schließlich um ein witziges Happy End. Verflochten wird die Erzählung mal mit akrobatischen Darbietungen und mal mit singenden Kellnern in glamourösen Kostümen.

Hohe Kunst in Zeitlupe

Während der würzige Geschmack des Räucherlachs noch im Gaumen nachwirkt, verblüfft die Fußjonglage von Laura von Bongard ganz andere Sinne. Dicht gefolgt von der „Kunst der Langsamkeit“, einer preisgekrönten Darbietung am Vertikalseil in Zeitlupe. Eine Gesangseinlage des Zeltdirektors, ein fröhlicher Tanz in bayrischer Tracht und die Choreographie der russischen Künstlerin Alena Ershova mit Handstandequilibre und Hula-Hoop im Spagat halten die Gäste in Atem.

Danach folgt der Hauptgang, hoheitsvoll präsentiert unter Servierglocken. Das Festmahl der Meisterköche Peter Moser und Robert Stöckl hält nur knapp die Waage mit der Leistung der Varietékünstler wie dem Luftakrobat Svyatoslav Rasshivkin, den wilden Rollerskatern „The Willers III“ oder dem herausragenden Darbietung des „Trio Bokafi“.

Mit mehrfachen Salti durch die Luft

Die drei Ungarn schleudern den Kleinsten ihrer Gruppe schwungvoll mit mehrfachen Salti Mortali durch die Luft, bevor er präzise auf den Schultern der anderen aufkommt. Oft genug scheint der fliegende Akrobat in der delikaten Mousse au chocolate zu landen. Während des gesamten Abends stimmt jedes akrobatische Detail minutiös. „Besonders herausfordernd am ,Palazzo’ ist der Zeitrahmen“, meint lachend Nicole Hodolik, Co-Choreographin des Abends. „Wir haben fünf Tage, um das Programm gemeinsam aufzubauen.“

„Es ist unvergleichlich schön!“

Das merkt man dem Programm nicht an, das Publikum fiebert, lacht und feiert ausnahmslos mit. Es freut sich über den glücklichen Ausgang der Geschichte, hält bei dem dreifachen Salto der Bokafis die Luft an und lacht laut über die genialen Zaubertricks von Daniello. „Es ist unvergleichlich schön!“ sagt Zuschauerin Melanie Frank. „Die Stimmung ist wirklich einzigartig. Das ist fast wie ein kurzer Urlaub in einer anderen Welt.“

Info:  Das Gourmet-Theater „Palazzo Colombino“ gastiert bis 5. Januar auf der Rosentalanlage in Basel. Vorstellungen finden statt dienstags bis samstags ab 19.30 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 18 Uhr und an Silvester ab 19.30 Uhr. Informationen zu Programm und Künstlern sind auf www.palazzocolombino.ch ersichtlich.

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