Basel Ein Fest für Fantasy-Fans

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Drei Tage lang ist Basel internationale Anlaufstation für Cosplay-, Comic- und Gaming-Fans: Die „Fantasy Basel – The Swiss Comic Con 2022“ lockt Tausende von Besuchern in die Basler Messehallen.

Von Veronika Zettler/sda

Basel - Bei der dreitägigen Veranstaltung tut sich für Liebhaber von Fantasy- und Gaming-Welten ein wahres Schlaraffenland auf. Vier Hallen mit insgesamt 70 000 Quadratmeter Fläche wollen im teilweise dichten Gedränge erkundet werden.

Die Fülle der Eindrücke kann überwältigen zwischen Stormtroopern, Furries und Raumschiff-Modellen, zwischen Cosplay-Contests, Computerspielen und einer Flut von Merchandising-Artikeln zu nahezu allem und jedem. Gleichwohl tanken hartgesottene Fans frische Inspiration, knüpfen neue Kontakte in ihre jeweiligen „Communities“ und geben freilich auch den ein oder anderen Franken für ein T-Shirt, ein Poster oder ein Figürchen aus.

Schon zum Auftakt am Donnerstag verbuchte die „Fantasy Basel“ einen regelrechten Besucheransturm. Die Gamer, Cosplayer und Anime-Fans hatten zum Teil weite Anreisen zurückgelegt, um an dem Spektakel teilzunehmen und die Grenzen zwischen Fantasy-Universum und Realität so weit wie möglich aufzulösen.

Wie bei anderen Comic Conventions trägt auch in Basel ein großer Teil der Besucher durch eigene Verkleidungen und Make-Up-Künste erheblich zum Charme und zur Lebendigkeit der Messe bei.

Angelehnt an die Helden und Anti-Helden der Manga-Kultur und ihrer vielen Subkulturen, aber auch an Filme und Serien wie „Star Wars“, „Herr der Ringe“ oder „Vikings“ haben die Cosplayer und Cosplayerinnen ihre Kostüme zum Teil mit großem Aufwand detailreich genäht, gebastelt und gebaut.

Szenegrößen und Filmdarsteller dabei

Zu jeder Comic Convention gehören ein paar Stars: Neben gefragten Szenegrößen wie Cosplayerin, Twitch-Streamerin und Youtuberin „Anni the Duck“ ist auch eine Handvoll Filmdarsteller vor Ort zu erleben, darunter Daniel Portman, der in „Game Of Thrones“ Podrick Payn spielt, den Knappen von Brienne von Tarth.

Ebenso Vladimir Furdik – er verkörpert in einigen Thrones-Staffeln den Nachtkönig und agiert in diversen Filmen als Stuntman, zum Beispiel im James-Bond-Streifen „Skyfall“.

Die Stars stehen auch für Fotos und Autogramme zur Verfügung. Nicht ganz günstig für die Fans: Bei den anwesenden Schauspielern Dan Fogler („The Walking Dead“, „Phantastische Tierwesen“), Alfred Enoch („How To Get Away With Murder“, „Harry Potter“) und Dean Cain (Superman) liegen die Preise für Autogramme bei 35 Franken, für Fotos bei 45 und selbst für Selfies noch bei 25 Franken.

Ein Paradies nicht zuletzt für Gamer

Ein Paradies ist die Fantasy Basel nicht zuletzt für Gamer, können hier doch haufenweise Neuheiten entdeckt, ausprobiert und gekauft werden. Bei der aktuellen Ausgabe sind zudem Comic-Größen, Illustratoren und Mangaka wie John Howe, Enrico Marini und Laura Braga zugegen - nebst weiteren rund 200 Zeichnern und Zeichnerinnen an ihren Ständen.

Derweil ermöglicht die „Action Zone“ den Besuchern sportliche Betäti-gung - unter anderem beim Bogenschießen, Pickleball, Tanzen oder Lichtschwert-Workshop.

Nicht zuletzt liefert die Messe viele Anregungen, wohin die Fantasy-Reise als nächstes führen könnte: Zum Beispiel ins Dörfchen Jenins im Kanton Graubünden. Dort hat Tolkien-Kenner Bernd Greisinger mit seinem Greisinger-Museum eine Hobbit-Höhle mit der nach seinen Angaben weltweit größten Mittelerde-Sammlung geschaffen.

Seit einiger Zeit mit der Wissenschaft verbunden

Die „Fantasy Basel“ hat sich schon seit einiger Zeit mit der Wissenschaft verbunden, und es präsentieren sich auch einige Universitäten. „Wir haben an der Universität einige Forscher, die zur Fantasy-Szene gehören. Wir haben erfahren, dass sich viele Fantasy-Fans auch für das reale Universum interessieren“, sagte Susanne Wampfler. Sie ist Professorin für Physik und Astronomie an der Universität Bern und hielt an der „Fantasy Basel“ einen Vortrag über Astrochemie, zusammen mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Hamsa Padmanabhan von der Universität Genf.

Im Rahmen der Messe wird auch der Nobelpreisträger und ETH-Professor Didier Queloz auftreten.

Die MCH-Group wertet die „Fantasy Basel“ als „Erfolgsgeschichte. In ihrem Segment sei sie mit Abstand die größte Publikumsmesse, und sie habe erst noch internationale Ausstrahlung, zeigt sich die MCH-Group begeistert.

Weitere Bilder in unserer Fotogalerie.

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