Basel Ein Zirkus mit Menschen, Kleintieren, Sensationen

 Foto: Bozbag

Basel - Atemberaubende Luftakrobatik, Clownerie, Musik und Tiernummern der ungewöhnlichen Art: Beim Basler Weihnachtszirkus, der im zweiten Jahr in Folge auf der Rosentalanlage gastiert, wurde den Zuschauern ein Programm geboten, bei dem zwei Stunden wie im Flug vergingen.

Die freudige Erwartungshaltung in dem mit 730 Besuchern ausverkauften Zirkuszelt ist bei der Premiere am Mittwochabend fast mit Händen zu greifen. Die Besucher, unter ihnen viele Kinder, harren gespannt der Dinge, die da kommen. Für Heiterkeit sorgt zum Auftakt eine Hundenummer, bei der das Tier Luftblasen mit dem Mund fängt.

Das gehört zum Konzept des Cirque Noël de Bâle, für den die Palazzo Colombino-Veranstalter Thomas Dürr und Clemens Zipse von der Agentur Act Entertainment verantwortlich zeichnen: Tiernummern ja, aber statt Löwen und Tigern dürfen es Hunde und Hühner sein.

Gespür für die Dynamik einer Zirkusvorstellung

In der Folge beweist der Regisseur und preisgekrönte Artist Maxim Popazov aus der Zirkusfamilie Popazov-Koch sein Gespür für die Dynamik einer Zirkusvorstellung. Da werden dem Publikum nach atemberaubenden Akrobatik-Nummern humoristische oder musikalische Atempausen gegönnt. So steht das ukrainische „Trio Bokafi“ mit seiner Schleuderbrett-Nummer und Salti bis unter das Zeltdach für Nervenkitzel, bei dem der frenetische Applaus wie eine Befreiung wirkt. Im Anschluss sorgt der ebenfalls aus der Ukraine stammende Clown Andre Franko mit seiner verblüffenden Körperbeherrschung für Heiterkeit.

Ebenso wird der Auftritt des russischen Akrobaten Svyatoslaw Rasshivkin, der an den Strapaten eine Luftnummer absolvierte, von einer Tanzeinlage des Zirkusballetts „Oksan“ (Ukraine) gefolgt.

Atemberaubende Akrobatik und tierische Heiterkeit

Mit einer Tierdressur ganz anderer Art begeisterte das französische Duo „Compagnie des Plumès“ alias Diane Dugard und Juan Cocho. Mit ihren Akteuren, acht Hühnern, die mal auf den ausgebreiteten Armen von Diane liefen, mal das Ziehharmonika-Spiel von Juan untermalten, sorgten sie für Heiterkeit. Urkomisch geriet auch die zweite Nummer des Duos, bei welcher der Border-Collie Bobby zeigte, wie nobel er zu essen versteht.

Immer wieder hielt das Publikum den Atem an. So etwa bei der Luftring-Nummer des ukrainischen Duos „Bliss“ oder bei den ukrainischen Artisten der Truppe „BarBara“, die sowohl im Duo mit einer Hand-auf-Hand-Nummer als auch zu dritt mit dem russischen Barren auftraten.

Voller Anmut präsentierte sich die Ukrainerin Iryna Pitsur mit ihrer Nummer an den Hula-Hoop-Reifen und ihrer „Kontorsion“ genannten körperlichen Verbiegekunst. Der Rumäne Constantin Bellu eröffnete mit einer von virtuoser Körperbeherrschung und komödiantischem Timing geprägten Trampolinnummer die zweite Hälfte des Abends.

Zu den Höhepunkten gehörte auch der Auftritt der beiden Äthiopier von „Upside Down“. Die beiden jüngsten auftretenden Künstler erhielten für ihre „ikarischen Spiele“, wie sich ihre Nummer in Anlehnung an die fliegende Sagengestalt Ikarus nennt, frenetischen Beifall und begeisterten mit ihrem körperlichen Zusammenspiel.  

Info: Der Basler Weihnachtszirkus gastiert bis Dienstag, 31. Dezember, auf der Rosentalanlage beim Messeplatz.  Näheres unter www.cirquenoel.ch.

Weitere Impressionen gibt es in unserer Bildergalerie.

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