Basel Einbürgerung: Bundesrecht gilt im Aargau

Die Oberbadische, 12.10.2017 17:00 Uhr

Aarau (sda). Der Aargauer Regierungsrat hat sichergestellt, dass das verschärfte Bundesgesetz über das Schweizer Bürgerrecht ab 2018 auch im Kanton angewendet wird. Der Große Rat hatte die notwendige Anpassung des Kantonsgesetzes an die Bundesvorgaben abgelehnt.

Mit der Änderung der Verordnung über das Kantons- und Gemeindebürgerrecht setze der Regierungsrat die Vorgaben des Bundes um, teilte die Staatskanzlei dieser Tage mit. Das neue Bundesgesetz, das am 1. Januar in Kraft tritt, bringt zahlreiche Neuerungen.

Neu muss der Antragsteller eine Niederlassungsbewilligung (Ausweis C) haben und sich während insgesamt zehn Jahren in der Schweiz aufgehalten haben. Die Zeit zwischen dem 8. und 18. Lebensjahr wird doppelt gezählt.

Ein Gesuchsteller muss wie bisher seit mindestens fünf Jahren im Aargau und mindestens drei Jahre ohne Unterbruch in der Gemeinde gelebt haben. Zudem gibt es keine Sonderregelung mehr bei gemeinsam eingereichten Gesuchen von Ehepartnern. Beide müssen neu einen Aufenthalt von zehn Jahren in der Schweiz nachweisen.

Das Kantonsgesetz findet weiterhin Anwendung – sofern das Bundesrecht nicht strengere Vorschriften beinhaltet.

 
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