Die Planungspartner für die Entwicklung des Klybeckareals – BASF, Novartis und der Kanton Basel-Stadt – haben am Dienstag der interessierten Bevölkerung die Zwischenergebnisse der Syntheseplanung vorgestellt. In der nunmehr dritten Beteiligungsveranstaltung wurden die Erkenntnisse aus dem bisherigen Verlauf der Syntheseplanung zur Diskussion gestellt. Die Synthese basiert auf den Resultaten aus der städtebaulichen Testplanung und der zweiten Beteiligungsveranstaltung.

Basel. Mit den Rückmeldungen aus der Bevölkerung wird der vorliegende Entwurf für das 300 000 Quadratmeter große Areal überprüft. Die definitive Fassung wird laut einer Mitteilung des baselstädtischen Bau- und Verkehrsdepartements (BvD) an einem Informationsanlass im November vorgestellt.

Mit mehr als 30 Erkenntnissen haben die Planungspartner die Grundzüge der angestrebten Stadtteilentwicklung im Klybeck umrissen. Dabei gehe es etwa um die künftige Struktur des neuen Stadtteils zwischen Rhein und Wiese, um neue Verkehrsachsen, Frei- und Grünräume sowie um die Anbindung der künftigen Neubaugebiete an die bestehenden Quartiere. Es liegen auch Aussagen vor zur Qualität der künftigen Wohngebiete wie auch zu den verschiedenen Nutzungen.

Bestätigt hat sich der Vorschlag aus der Testplanung, wonach am Kreuzungspunkt der Klybeck-/Gärtner-/Mauerstraße ein neuer Identifikationsort des Stadtteils entstehen soll – der Klybeckplatz. Dieser soll seiner Bedeutung entsprechend räumlich neu gestaltet werden, mit einer hohen baulichen Dichte, mit Hochhäusern, aber auch mit einer hohen Aufenthaltsqualität.

Ziel der Arealentwicklung ist eine „Stadt für alle“: Es sollen Chancen für unterschiedliche Wirtschafts- und Wohnformen sowie für alle Nutzungsanliegen geschaffen werden. Der nächste Schritt nach der Fertigstellung der Synthese bis im November dieses Jahres wird die Erarbeitung eines Stadtteilrichtplanes sein.

Das Klybeckareal wird von BASF und Novartis heute kaum noch für die industrielle Produktion benötigt. Die Grundeigentümerinnen haben sich im vergangenen Jahr mit dem Kanton Basel-Stadt zusammengeschlossen, um die Zukunft dieser Fläche gemeinsam zu planen.

Das Areal reicht von der Basler Innenstadt bis zum Rheinhafen Kleinhüningen.

Die ersten Planungen, die dann auch baureif sein sollen, werden voraussichtlich in etwa vier Jahren vorliegen, heißt es in der jetzt verschickten Mitteilung. Angestrebt werde eine hohe Urbanität, die durch eine hohe Nutzfläche erreicht werden soll. Insgesamt seien etwa 900 000 Quadratmeter Nutzfläche vorgesehen, gut die Hälfte davon soll für den Wohnungsbau genutzt werden.

Potenzielle Investoren für das zukünftig entstehende Areal hätten bereits Interesse am Kauf des BASF-Areals bekundet, das etwa zwei Fünftel der Gesamtfläche des Klybeckareals beträgt.