Regio Einkaufstourismus dürfte schrumpfen

Deutlich weniger Schweizer wollen künftig zum Shoppen mach Deutschland kommen Foto: Kristoff Meller

Regio - Die Möglichkeit, im nahen Ausland einzukaufen ist durch die Corona-Pandemie deutlich eingeschränkt worden. Aber auch nach der Aufhebung der Maßnahmen dürfte sich der Einkaufstourismus laut einer Untersuchung deutlich wandeln: Deutlich weniger Schweizer wollen künftig in Deutschland einkaufen. Der Schweizer Einzelhandel dürfte hingegen profitieren. Zu diesem Schluss kommt eine Konsumentenumfrage des Beratungsunternehmens Simon-Kucher & Partners.

Demnach dürfte das erneute Grenzeinkaufsverbot nachhaltige Auswirkungen auf das Konsumverhalten haben. Laut Studie kauften 43 Prozent der Deutsch-Schweizer bislang mindestens quartalsweise im grenznahen Ausland ein. Nach der Öffnung wollen davon 18 Prozent diese Praxis reduzieren beziehungsweise ganz einstellen, wie es in der Studie heißt.

Profiteure seien demnach die Schweizer Einzelhändler, allen voran die Migros. Rund ein Drittel der regelmäßigen Grenzeinkäufer gaben an, dass sie momentan mehr beim orangen Riesen einkaufen, gefolgt von Lidl (24 Prozent).

Günstiger Preis ist ausschlaggebend

Hauptmotivation für Grenzeinkäufe bleibe indes für einen Großteil der Verbraucher (85 Prozent) der günstigere Preis. Allerdings hätten die Konsumenten seit dem Grenzeinkaufsverbot durchaus die Vorteile von Einkäufen in der Schweiz zu schätzen gelernt. Dabei stehe bei 43 Prozent der Befragten die Zeitersparnis als wichtigster Mehrwert im Vordergrund.

Mit 39 Prozent sei aber auch für eine großer Teil der Befragten die regionale Herkunft der Produkte zentral. Nur rund 20 Prozent hätten lokale Spezialitäten und Kundenbindungsprogramme als Mehrwert genannt.

Für die Umfrage „Grenzeinkaufsverhalten von Schweizern in Deutschland“ wurden diesen Monat insgesamt 1051 Konsumenten in der Schweiz online zu ihrem Einkaufsverhalten befragt.

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